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Etam erneuert Commerce-Plattform mit Commercetools

Die Etam Group ersetzt ihre bisherige Online-Shop-Plattform durch die Lösung von Commercetools. Die Vertriebslinien Etam, Maison 123 und Undiz sollen eine gemeinsame technische Basis nutzen und ihre digitalen Angebote zugleich eigenständiger weiterentwickeln können.

Die Digital Factory der Etam Group hat Anfang 2026 innerhalb von acht Wochen einen Prototyp umgesetzt. Dabei hat sie neben Commercetools Sphere auch Lösungen von Algolia und Contentstack eingesetzt. Der Test habe die Entwicklungs-Geschwindigkeit gegenüber der bisherigen System-Umgebung um 70 bis 80 Prozent erhöht.

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Bei Etam soll Commercetools zentrale Prozesse des digitalen Handels steuern. Die Plattform stellt dafür Funktionen für Produktkataloge, Preise, Werbeaktionen, Kundenkonten, Warenkörbe, Checkouts und Bestellungen bereit.

Etam steuert den Umbau selbst

Die Plattform arbeitet headless und API-nativ. Die sichtbaren Oberflächen der Online-Shops bleiben dadurch von der Commerce-Logik getrennt und rufen Produkt-, Preis- oder Warenkorb-Daten über Programmier-Schnittstellen ab. Etam kann einzelne Dienste weiterentwickeln oder austauschen, ohne das gesamte System neu aufzubauen. Die Architektur verbindet die neue Technologie mit der vorhandenen IT-Landschaft der Etam Group.

Das Entwicklungs-Team der Etam Group verantwortet den Plattformwechsel gemeinsam mit Commercetools. Das Mode-Einzelhandels-Unternehmen will damit eigenes Fachwissen aufbauen und die weitere Entwicklung seiner Online-Shop-Plattform stärker kontrollieren.

Rewe Group hält weiter Anteile an Commercetools

Bereits beim Prototyp hat die Digital Factory KI-gestützte Entwicklungs-Werkzeuge eingesetzt. Künftig will Etam prüfen, wie Künstliche Intelligenz den manuellen Entwicklungs-Aufwand weiter reduzieren kann. Die neue Plattform soll zudem zusätzliche Marken, Märkte und Omnichannel-Angebote unterstützen.

Rewe Digital hat Commercetools im Jahr 2014 übernommen. Der US-amerikanische Software-Investor Insight Partners hat 2019 für 130 Millionen Euro die Mehrheit an dem Software-Unternehmen erworben. Rewe Digital ist als Minderheits-Gesellschafter beteiligt geblieben und die Rewe Group hält heute noch etwa 36 Prozent der Anteile.

Rewe war erster Kunde von Commercetools

Rewe hat die Plattform zudem als erster Unternehmens-Kunde genutzt. Im Finanzbericht 2025 führt die Gruppe Commercetools als wesentliches assoziiertes Unternehmen. Der Software-Anbieter unterstützt den Handelskonzern außerdem dabei, seine Kernkompetenzen zu digitalisieren.

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Magdalena Nowak

Magdalena Nowak ist Trainee im Editorial Team des Retail Optimisers. Bei früheren Tätigkeiten auf der Fläche des Einzelhandels hat sie wertvolle Einblicke in die Prozesse der Branche bekommen. Magdalena Nowak studiert Publizistik an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz.

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