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Fiskaly übernimmt Deutsche Fiskal von GK

Die Wiener Fiskalisierungs-Spezialisten Fiskaly haben ihren Wettbewerber Deutsche Fiskal von GK übernommen. Die Deutsche Fiskal soll auch unter dem neuen Eigentümer in der bisherigen Konstellation erhalten bleiben. GK, einer der führenden POS Software-Anbieter weltweit, hatte mit der Deutschen Fiskal sehr erfolgreich ein Beratungshaus und Lösungsanbieter für die Herausforderungen des Handels in Bereich der neuen Anforderungen von Gesetz- und Verordnungsgeber in Sachen Fiskalisierung – der revisionssicheren Erfassung von Bons zum Zwecke des Schutzes vor Umsatzsteuerbetrug – in Deutschland etabliert.

Zu den Kunden der Deutschen Fiskal zählen nahezu alle großen deutschen Handelsunternehmen – auch jene, die an ihren Kassen nicht auf GK setzen. Die österreichische Fiskaly hat sich ebenfalls als wichtiger Player des Handels im Bereich der Umsetzung der Fiskalisierungs-Anforderungen etabliert – nicht nur für Österreich und Deutschland, sondern auch für Italien und Spanien. GK hat die auf Deutschland spezialisierte Deutsche Fiskal nun an Fiskaly verkauft, da die Plattform von GK bereits in rund 65 Ländern genutzt wird und das Unternehmen seine Internationalisierung weiter vorantreiben wird. Fiskaly und die Deutsche Fiskal werden als Partner von GK auch weiter eng mit dem POS Software-Anbieter zusammenarbeiten.

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Sowohl Fiskaly als auch die Deutsche Fiskal sind mit dem Anspruch angetreten, dem Handel neben Hardware-basierten TSE-Sicherungssystemen auch Cloud-Lösungen anzubieten, die eine physische Installation an jeder einzelnen Kasse obsolet machen. Die unterschiedlichen deutschen Behörden, welche die Wirtschaft mit Anforderungen an die Fiskalisierung beschäftigen, hatten es dem Handel und seinen Dienstleistern jedoch keineswegs einfach gemacht – durch komplexe, zu unspezifische und teils widersprüchliche Anforderungen an Cloud-basierte Lösungen. Laut GK konnten die Probleme für den Handel in Deutschland jedoch inzwischen gelöst werden – nicht zuletzt durch die konsequente Arbeit der Deutschen Fiskal, die sich auch durch intelligente Lobbyarbeit für den Handel etablieren konnte.

Mit Hybrid-Lösung Lücke geschlossen

Die Deutsche Fiskal hatte, um alle Fälle des Handels in Deutschland abdecken zu können, gemeinsam mit D-Trust, einer Tochter der Bundesdruckerei-Gruppe, als erster Anbieter neben der reinen Cloud-Lösung auch eine Hybrid-Variante an den Markt gebracht. Diese ermöglicht es, auch Aufzeichnungssysteme anzubinden, bei denen keine Signatur in Echtzeit möglich erscheint. Dabei ist bei Bedarf auch ein Hybrid-Betrieb innerhalb einer Betriebsstätte möglich, in dem die Signierung sowohl aus der Cloud als auch offline erfolgen kann. Zur Verwaltung aller Systeme werden dabei die gleichen zentralen Management- und Monitoring-Komponenten genutzt.

Matthias Robeck, bisher Geschäftsführer der Deutschen Fiskal, wird nach Informationen des Retail Optimisers in einer strategischen Rolle bei GK bleiben und nicht mit zu Fiskaly gehen. Martin Breidenbach, bisher Vice President Development und Cloud Operations bei der Deutschen Fiskal, soll die Geschäftsführung des Unternehmens nun übernehmen und die Integration und Weiterentwicklung maßgeblich begleiten.

Zusammenarbeit mit GK als Partner

„Die Deutsche Fiskal hat Großartiges geleistet und eine technologisch führende Cloud-Lösung entwickelt, die neue Maßstäbe hinsichtlich Performance und Transaktions-Volumina gesetzt hat“, sagt Michael Scheibner, CEO von GK Software: „Wir danken insbesondere Matthias Robeck, der mit seinem Know-how und unternehmerischen Können die Deutsche Fiskal entscheidend geprägt hat, und auch dem gesamten Team für ihre außerordentlichen Leistungen. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Deutsche Fiskal auch unter dem neuen Eigentümer weiterhin ein hervorragender Partner von GK sein wird.“

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Björn Weber

Björn Weber ist seit über 20 Jahren als Journalist, Analyst und Berater auf den Einzelhandel und die Konsumgüterindustrie spezialisiert. Bevor er die Agentur Fourspot gründete, bei der The Retail Optimiser erscheint, leitete er die internationale Analysten-Gruppe LZ Retailytics. Zuvor war er Research Director Retail Technology und Deutschlandchef von Planet Retail. Björn Weber war davor acht Jahre lang Redakteur für IT & Logistik-Themen der Lebensmittel Zeitung. Björn Weber ist Mitglied der Jury des Retail Technology Awards (Reta Europe) des EHIs. Er ist regelmäßiger Sprecher auf Veranstaltungen des EHIs, der NRF, der Branchenmedien sowie des Consumer Goods Forums.

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