Premiere für Wanzls Fastlaner mit Shopreme, DRS und Mettler bei Kaes
Am Mittwoch dieser Woche hat das Handelsunternehmen Georg Jos. Kaes seinen angekündigten Test unterschiedlicher Checkout-Verfahren in seinem V-Mart im Euro-Industriepark in München gestartet. Der Retail Optimiser war bei der Premiere vor Ort dabei.
Der Test ist zugleich der erste Live-Einsatz des smarten Einkaufswagens Fastlaner von Wanzl. 16 der robusten Trolleys stehen am Eingang bereit. Alternativ können die Kunden ihre Waren auch mit einem von 90 Handscannern von Zebra scannen oder am Ende des Shopping-Trips an einem der sieben neu aufgestellten Self-Checkouts, die ebenfalls von Wanzl stammen.
Dominik Endres, Abteilungsleiter IT des Handelsunternehmens Georg Jos. Kaes, zeigte sich glücklich, dass die Partner die Integration aller Systeme in nur drei Monaten Einführung-Zeit hinbekommen hatten: „Dieses Projekt ist ein wichtiger Meilenstein für uns auf dem Weg zur digitalen Kassenzone der Zukunft.“ Der Retail Optimiser hatte im Vorfeld bereits über das Projekt berichtet.
Shopreme sorgt auch für Retail Media
Die Software für beide Self-Scanning-Verfahren stammt vom österreichischen Spezialisten Shopreme, der in diesem Projekt neben der Self-Scanning-Logik unter anderem das wichtige Thema Retail Media auf dem Fastlaner umsetzt. Georg Jos. Kaes zeigt für den Start seinen aktuellen Handzettel auf dem smarten Einkaufswagen an. Grundsätzlich, und wenn die technischen Voraussetzungen im Handelsunternehmen gegeben sind, sei natürlich noch viel mehr machbar – wie zum Beispiel Standort- und Warenkorb-bezogene Promotions, berichtet Kevin Müller von Shopreme vor Ort.
Shopreme hat die Software-Seite des Projektes in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Retail Services (DRS) umgesetzt, deren POS Software Georg Jos. Kaes einsetzt. „Das Kassensystem drs POS ermöglicht alle neuen Kundenservices, ohne dass die zentralen Systeme der Firma Kaes angepasst werden müssen. Die für die klassische Bedienkasse vorhandenen Mechanismen werden einfach wiederverwendet“, erklärte Uli Schäfer, Vorstand der DRS AG.
No-Scans werden durch Kamera erfasst
Der neue Fastlaner von Wanzl zeichnet sich vor allem durch Robustheit aus. Auf eine Waage im Einkaufswagen verzichtet Wanzl ganz bewusst wegen der Kosten und nicht zuletzt der Komplexität, die im harten Einsatz des Einzelhandels zu viel Wartungsaufwand mit sich bringen könnte. Stattdessen setzt Wanzl auf eine Kamera-basierte Ermittlung von No-Scan-Fällen. In der Praxis erwies sich das am Premiere-Tag als zuverlässig: Legt ein Kunde etwas in den Einkaufswagen, ohne es vorher zu scannen, speichert der Fastlaner das Ereignis in Form eines kleinen Films.
Nicht immer, sondern nur in ausgewählten Fällen, informiert ein Prompt den Kunden auf dem Benutzerbildschirm über das Ereignis in Form einer Frage, ob er dieses Produkt auch gescannt habe. Häufen sich diese Ereignisse, wird der Warenkorb an der Kasse durch einen Mitarbeiter kontrolliert. Dieser kann sich dann alle Ereignisse mutmaßlicher No-Scans auch mit dem Kunden zusammen anschauen.
Robuster Smartcart
Wanzl hatte lange und gründlich an der Entwicklung des Fastlaners gearbeitet. Noch nicht ganz ausgereifte Prototypen waren zuvor mal bei Bünting, bei Edekas Netto und auch einzelnen Edeka-Kaufleuten im Einsatz. Das fertige Produkt überzeugt nun vor allem durch Robustheit. Stefan Huemer, aus Wanzls Fastlaner-Entwicklungsteam erklärte in München, dass der Smartcart auch in Boxen im Freien auf dem Parkplatz wohnen und verträgt dank eines eingebauten Wärmemoduls Temperaturen von minus 25 Grad bis zu 50 Grad Celsius. Gut gelöst hat Wanzl die Herausforderung des Aufladens: Strom bekommt der Fastlaner zuverlässig über Schienen an seiner Parkstation, ohne manuell angeschlossen werden zu müssen.
In the fruit and vegetable section of the V-Markt, Georg Jos. Kaes has installed the new camera-based, AI-supported scales from Mettler Toledo for the new self-scanning processes, which either recognise loose fruit and vegetables directly or show the customer a small selection of goods on the screen. The Retail Optimiser reported on their use at Lidl.
Oranges became the dominant fruit
But no premiere is without its glitches. On the day of the inauguration, the AI scales did not work very well, but this was not due to Mettler Toledo, but to project staff who had stuck large orange stickers on the weighing surfaces of the scales to guide customers. As a result, the scales recognised everything as oranges, including the smartphone of the The Retail Optimiser’s publisher.



