Edeka Nordbayern testet bei Diska Hybrid-Betrieb mit Anystore
Die Edeka Großhandlung Nordbayern-Sachsen-Thüringen betreibt erstmalig einen teilautonomen Lebensmittelmarkt. Der Diska-Markt in der Gemeinde Obermaßfeld-Grimmenthal im Süden von Thüringen ermöglicht Kunden außerhalb der regulären Öffnungszeiten Einkaufen in Selbstbedienung ohne Personal. Die Technologie für den sogenannten Hybrid-Betrieb liefert der österreichische Smart-Store-Spezialist Anystore.
Mit dem Pilotprojekt will die Gruppe ihr Angebot an den veränderten Kunden-Bedürfnissen ausrichten und neue Wege für den stationären Handel von morgen erproben. Die Edeka Landesgesellschaft folgt damit dem Beispiel von Edeka-Kaufleute anderer Regionen, die bereits Anystore-Technologien einsetzen. Im April dieses Jahres implementierte beispielsweise Edeka-Kaufmann Kim-David Eggert die Lösung in seinem Markt in Sörup, Schleswig-Holstein. Der Retail Optimiser berichtete.
Anystore-CEO Dominik Leitner erklärte dem Retail Optimiser, dass bereits mehr als 30 Stores der Edeka-Gruppe die Technologien des Unternehmens implementiert hätten. Neben Nordbayern-Sachsen-Thüringen befänden sich diese in den Landesgesellschaften Nordwest, Südwest sowie Minden-Hannover. Doch die Edeka-Gruppe ist nicht die einzige Nutzerin der Technologie: Insgesamt habe das Unternehmen bereits 135 Märkte mit Lösungen für den autonomen oder teilautonomen Betrieb ausgestattet.
Kontrollierter Zugang zum Ü18-Bereich
Der Diska-Markt in Obermaßfeld-Grimmethal ist Teil der von der Edeka Landesgesellschaft betriebenen regionalen Discount-Vertriebslinie Diska mit knapp 110 Filialen in den drei Bundesländern. Auf einer Verkaufsfläche von rund 825 Quadratmetern bietet er ein Sortiment für den täglichen Bedarf und versorgt dank seiner verkehrsgünstigen Lage direkt am Bahnhof auch Reisende und Pendler. An Werktagen ist das Personal des Marktes von 9:00 bis 18:00 vor Ort. Außerhalb dieser Zeiten erhalten Kunden Zugang mit ihrer Bezahlkarte. Dazu befindet sich neben der Tür ein Lesegerät.
Alkoholische Getränke befinden sich in einem gesonderten Bereich, der mit einer Schranke gesichert ist. Um Zutritt zu erhalten, müssen Kunden ihren Personalausweis oder Führerschein an einem Terminal einlesen. Obst und Gemüse müssen die Kunden zunächst wiegen und etikettieren. Dazu stehen in der Obst- und Gemüseabteilung sowie am Checkout SB-Waagen bereit. An den Self-Checkout-Systemen scannt der Kunde anschließend seine Einkäufe und zahlt bargeldlos.
Komplettlösung von Anystore
Dominik Leitner berichtet dem Retail Optimiser, dass die gesamte Smart-Store-Technologie für den Markt von Anystore geliefert wurde. Dazu gehörten die Systeme zur Zutritts-Kontrolle, Digital Signage Displays, Lautsprechersysteme, die Lösung zur Altersverifizierung sowie Video und Sensor-Systeme. Auch die Self-Checkout-Kassen kommen vom österreichischen Spezialisten.
Kern der Lösung ist der sogenannte Retail Hub, der alle Komponenten in einem vorkonfiguriertem Plug-and-Play-System bündelt. Er steuert die Prozesse und überwacht den laufenden Betrieb. Von Zutritt und Kassentransaktionen über Geräte- und Netzstatus bis zu den Kundenbewegungen laufen hier alle Daten zusammen.



