ICA testet Robotik zur Regalbestückung mit Start-up Cota
Die schwedische ICA-Gruppe testet einen Roboter von Start-up Cota Robotics, der selbständig Regale auffüllen können soll. Erste Tests im Live-Betrieb führt der Unternehmensbereich ICA Innovation bei Einzelhändler Peter Dinehage in seinem Markt ICA Nära Roslagstull in Stockholm durch. Ziel des Projekts ist es, dass der Roboter über Nacht arbeitet und die Regale bei Ladenöffnung bereits gefüllt sind.
Das Gerät soll die schweren, sich wiederholenden Aufgaben übernehmen, damit die Mitarbeiter entlastet werden und sich stattdessen den Kunden widmen können. „Wir finden es derzeit unglaublich spannend, vor Ort zu sein und zu erkunden, wie der Roboter einen Mehrwert für das Personal schaffen kann,“ schreibt Emma Lindahl, Leiterin für Innovation und neue Geschäftsfelder bei ICA in einem LinkedIn-Posting.
Noch befindet sich der Test in einem frühen Stadium. Die Projektpartner wollen klären, welche Aufgaben der Roboter tatsächlich bewältigen kann und wie er sich im Tagesgeschäft bewährt. Wo schafft er den größten Nutzen für das Unternehmen, die Mitarbeiter und Kunden. Für ICA Geschäftsführer Eric Lundberg gehe es vor allem darum, eine Kultur zu pflegen, in der das Unternehmen teste und lerne sowie Mut zu Neuem zeige. „Es ist wichtig, dass wir an Innovationen arbeiten, um stets an der Spitze zu bleiben,“ erklärt er.
Physische KI bringt die Waren an ihren Platz im Regal
Ingenieure aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie Robotik gründeten Cora Robotics in Stockholm im Jahr 2025 mit dem Ziel, eine schlüsselfertige Lösung für den Einsatz von Robotern in Handelsfilialen zu entwickeln. Diese sollen dort zeitaufwendige, repetitive Aufgaben erledigen, ohne dass dazu Änderungen im Store vorgenommen werden müssen.
Das Start-up berichtet, dass die KI-gesteuerten Systeme bereits folgende Aufgaben übernehmen könnten: Sie transportierten Roll-Container von der Laderampe zum nächsten Schritt im Arbeitsablauf. Dann könnten sie die Waren zum richtigen Regal bringen und dort an ihrem jeweiligen Platz einräumen.
Weitere Funktionen in der Entwicklung
Zukünftig sollen die Cota Roboter noch deutlich mehr Aufgaben übernehmen können. Das Unternehmen entwickelt bereits daran, dass die Systeme eingegangene Ware eigenständig mit der Bestellung abgleichen können. Danach sollen sie die Produkte künftig entsprechend dem Regal-Layout im Store gruppieren können. Auch an der autonomen Abwicklung von Kundenbestellungen arbeite das Entwicklungsteam.
Darüber hinaus sollen die Roboter später die Regalfronten richten, Aufräumarbeiten übernehmen und Verpackungsmaterial wegschaffen können. Auch Bestandsaufnahmen am Regal sind Bestandteil der Entwicklungs-Roadmap.
Digitaler Zwilling entsteht nebenbei
Cota Robotics wirbt damit, dass die Systeme während ihrer Arbeit ein 3D-Modell der Filiale generierten und so ein aktuelles Modell jedes Ganges und Regals erzeugten. Auch Bestandsmengen, Preise und Einhaltung der Planogramme sollen bei jedem Durchgang erfasst werden.
Das Video von Cota Robotics erklärt in englischer Sprache die Funktion ihrer Roboter.



