Bartels-Langness plant Bezahlen am Snapcart mit Shopreme und Hanshow
Bartels-Langness hat vor, auch das Bezahlen direkt an dem Snapcart-System, das die Bela IT gemeinsam mit Shopreme und Hanshow entwickelt hat, zu ermöglichen. Auch soll es den Kunden durch eine Entwicklung von Shopreme schon bald möglich sein, handgeschriebene Einkaufslisten an den Smartcarts zu erfassen. Auf der Blue Stage der Euroshop wird Bartels-Langness‘ CIO Florian Behrens kommende Woche von Erfahrungen und Plänen mit der Lösung berichten.
Seit November vergangenen Jahres testet das norddeutsche Handelsunternehmen in seinem Famila-Markt in Altenholz in der Nähe von Kiel diese Form von Smartcarts, bei denen die Kunden das System selbst auf herkömmliche Einkaufswagen aufstecken. Zwölf dieser Geräte hält das Handelsunternehmen, zu dem die Vertriebslinie Famila Nordost gehört, in diesem Markt bereit und ergänzt die Option des Self-Scannings mit Zebra Devices.
Das Thema Self-Scanning ist für Bartels-Langness nicht neu: Zehn Famila-Filialen sind inzwischen mit Handheld-Scannern von Zebra ausgerüstet, auf denen ebenfalls die Software von Shopreme läuft. Im Jahr 2023 hatte das norddeutsche Handelsunternehmen begonnen, diese Handhelds für das Self-Scanning einzuführen.
Zwei Kameras erkennen No-Scans
Hardware der Snapcarts von Hanshow, ist, wie der Retail Optimiser berichtete, schon seit 2024 beim australischen Handelsunternehmen Woolworths im Einsatz. Sie ist nicht fest mit den Einkaufswagen verbunden, sondern wird vom Kunden aufgesteckt. Wie auch bei anderem Smartcarts verbinden die Geräte das Self-Scanning mit der Erkennung von No-Scans durch im Device verbaute Kameras. Beim Hanshow-Gerät sind es zwei Kameras.
Wie auch andere Handelsunternehmen liebäugelt Bartels-Langeness mit Einstieg in kundenspezifisches – ja sogar personalisiertes – Retail Media samt Promotions. Das Handelsunternehmen erlaubt das Self-Scanning mit Handhelds oder diesen Snapcarts nämlich grundsätzlich nur jenen Kunden, die sich in der App von Famila Nordost registriert haben.
Standort-bezogene Angebote könnten kommen
Bislang zeigt Bartels-Langness seine Handzettel auf dem Display des intelligenten Einkaufswagens an. Doch schon bald soll auch die Erfassung von handgeschriebenen Einkaufslisten von Shopreme hinzukommen als Türöffner für mehr Interaktion mit dem Kunden während seines Einkaufs. Denkbar ist dabei auch die Lokalisation mittels Kommunikation mit den elektronischen Regaletiketten, die Famila Nordost ebenfalls von Hanshow im Einsatz hat.
Für lose verkauftes Obst und Gemüse hat Bartels-Langness SB-Kassen von Digi bereitgestellt. An diesen müssen die Kunden die Ware aber ohne KI-Unterstützung noch selbst auswählen, damit der Barcode generiert wird. Vergisst der Kunde, das Label an der SB-Waage in der Obst und Gemüse-Abteilung zu erstellen, kann er die Erfassung der losen Ware ohne Barcode bei Famila Nordost problemlos auch noch am Self-Checkout nachholen.
Registrierung gut gegen Diebstahl
Dass die Kunden das Self-Scanning während des Einkaufs nur machen dürfen, wenn sie aus der Anonymität treten, hilft auch dem Kampf gegen Diebstahl. Zwar vergibt die Software von Shopreme auch anonymen Nutzern Scores, nach denen sich die Wahrscheinlichkeit einer Überprüfung des Warenkorbes durch Mitarbeiter errechnet. So lässt zum Beispiel das Handelsunternehmen Georg Jos. Kaes in seinem V-Mart im Euro-Industriepark in München Kunden die Shopreme-Software an den Fastlanern von Wanzl auch ohne Registrierung nutzen – der Retail Optimiser berichtete – durch die Registrierung können die Kunden jedoch auch über den einzelnen Einkauf hinweg auf Zuverlässigkeit beim Scannen eingestuft werden.



