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Edeka Hessenring wählt Witron für neues Verteilzentrum

Edeka Hessenring baut nahe des Standorts Melsungen ihr erstes automatisiertes Zentrallager. Dieses soll ab Mitte 2029 die mehr als 500 Vertriebsstätten der Region aus einem Trockensortiment von bis zu 16.500 Artikeln beliefern. Die Automatisierungs-Technologie liefert, wie bereits für vier andere Edeka Regionen, Intralogistiker Witron.

Den Vertrag für Planung und Realisierung des neuen Zentrallagers unterzeichneten die beiden Unternehmen im Dezember 2025. Für die endgültige Auswahl des Technologie-Anbieters nahm sich Edeka Hessenring offenbar länger Zeit. Die Lebensmittel Zeitung berichtete bereits im September 2024 über das Projekt, das in Malsfeld-Ostheim nahe der A7 entstehen soll.

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Bisher arbeitet die Region ausschließlich mit manuellen Lager- und Kommissionier-Lösungen. Martin Steinmetz, Logistikleiter der Edeka Hessenring, erklärt: „Auf Basis von innovativer automatisierter Logistik-Technologie haben wir zukünftig die Möglichkeit, bei permanent zunehmender Sortimentsvielfalt unsere selbstständigen Einzelhändler besser und wirtschaftlicher zu beliefern.“

Für täglich 285.500 Pick-Einheiten konzipiert

Die rund 35.000 Quadratmeter große Anlage wird in Summe über 306.000 Paletten-, Tray- und Behälter-Stellplätze sowie 58 Regalbediengeräte verfügen. Sie soll täglich bis zu 285.000 Handels-Einheiten kommissionieren können. Dies wird hauptsächlich mit 18 Kommissionier-Maschinen geschehen, Witrons Case Order Machines (COM), welche die Ware filialgerecht auf Paletten oder Roll-Container schichten.

An zehn Arbeitsplätzen sollen All-in-One-Systeme kleinvolumige Schnell- und Langsamdreher direkt in die Versandbehälter kommissionieren. Das teilautomatisierte Witron Car-Picking-System (CPS) unterstützt Logistik-Mitarbeiter beim Kommissionieren von sperrigen Artikeln mittels Pick-by-Voice-Technologie. Halb- und Viertel-Paletten setzt ein Display-Pallet-Picking-System (DPP) vollautomatisch auf Paletten oder Roll-Container. Anschließend soll ein vollautomatischer Warenausgangs-Puffer den Versandprozess optimieren.

Vernetzte Prozesse sollen Silos eliminieren

Um eine ganzheitliche Vernetzung aller Prozesse der internen und externen Wertschöpfungskette in der Logistik zu erreichen, wird Edeka Hessenring eine intelligente IT-Plattform von Witron einsetzen. Diese verspricht eine ganzheitliche Betrachtung aller Beteiligten in der Lieferkette, vom Lieferanten bis zum Verbraucher und will dadurch Silos eliminieren.

Die Edeka Gruppe nutzt Witron Automatisierungslösungen bereits in Hamm und Oberhausen (Region Rhein-Ruhr), Landsberg (Region Südbayern), Zarrentin und Neumünster (Region Nord), Berbersdorf und Marktredwitz (Region Nordbayern, Sachsen, Thüringen) sowie in den Netto-Verteilzentren in Erharting und Henstedt.

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Joachim Pinhammer

Joachim Pinhammer unterstützt als Retail Experte Handels- und Technologie-Unternehmen durch Beratung und Marketing-Expertise. Er war als Senior Analyst und Director Retail Technology bei der Analysten-Gruppe Planet Retail tätig. Davor war er als Director Marketing der Wincor Nixdorf AG (heute Diebold Nixdorf) verantwortlich für den internationalen Marketingauftritt der Retail Division des Unternehmens. Joachim Pinhammer ist regelmäßiger Sprecher auf Veranstaltungen der Messe Düsseldorf (EuroShop und EuroCIS), des EHIs und anderen Branchen-Events. Er veröffentlicht Fachbeiträge in Magazinen und Online-Foren der Branche.

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