Metro optimiert Web-Auftritt mit Storyblok CMS
Metro hat das Content Management System (CMS) für ihren Online-Shop auf eine neue Plattform portiert. Das Großhandelsunternehmen entschied sich für die Lösungen des in Linz, Österreich ansässigen Start-ups Storyblok. Dank der Maßnahme verbesserte sich die Klickrate auf Produktgruppen-Ebene der Metro Website um 12 Prozent, wie das Unternehmen in einem Anwenderbericht mitteilt.
Durch Einsatz des neuen Systems will Metro alle Abläufe beim Erstellen von Online-Inhalten effizienter gestalten. Dazu gehören die Ideenfindung, automatisch mittels KI generierter Content, A/B-Vergleiche sowie personalisierte Ansprache für eine bessere Nutzererfahrung. Das Unternehmen berichtet, dass es nun die Webseiten für mehr als 200 Produktgruppen in sieben Minuten erstellen könne und innerhalb von drei Minuten 10 solcher Seiten in drei verschiedene Sprachen übersetzen könne.
Mit der Storyblok-Plattform löst die Metro ein von ihrem Tech-Team selbst entwickeltes CMS ab. Dieses genügte nicht den wachsenden Anforderungen, führte zu Engpässen und behinderte langfristig Innovationen. Deshalb suchte das Team nach einer externen Lösung. Dabei war es dem Handelsunternehmen wichtig, dass die Software erlaubt, benutzerdefinierte, wiederverwendbare Komponenten zu entwickeln. Das System sollte anwenderfreundlich sein und erlauben, zusätzliche Tools einfach zu integrieren. Darüber hinaus sollten alle Komponenten zentral auf einheitlicher Plattform laufen und so die Arbeitsabläufe der unterschiedlichen Benutzerrollen zusammenführen.
Editieren ohne Programmierkenntnisse möglich
Metro entschied sich nach intensiver Suche für Storyblok, einem sogenannten headless CMS. Während traditionelle Content-Management-Systeme monolithisch aufgebaut sind, besteht ein headless CMS lediglich aus einem Backend, dem Content Repository. Darauf kann der Anwender via API von jedem beliebigen Endgerät zugreifen, um Inhalte zu editieren, zu ergänzen oder zu löschen.
Storyblok verfügt darüber hinaus über einen sogenannten Visual Editor. Dieser zeigt in einer Vorschau die zu bearbeitende Seite. Um Inhalte zu verändern, muss der Anwender lediglich auf den zu bearbeitenden Bereich klicken. Es öffnet sich dann ein Fenster, in dem er die gewünschten Änderungen vornehmen kann. Inhalte lassen sich per Drag-and-Drop einfach verschieben. So können auch Anwender ohne Programmierkenntnisse die Webseiten editieren.
Personalisierte Inhalte erzeugen Traffic
Das Online-Angebot der Metro besteht aus einem sehr breiten Sortiment, das aus zahlreichen Produktkategorien besteht und sich an viele unterschiedliche Kundengruppen richtet. Ziel ist es, möglichst viel Traffic auf den Produktseiten zu erzeugen. Wenn es gelingt, die verschiedenen Käufergruppen individuell anzusprechen, können hohe Klick- und Konversionsraten erreicht werden.
Das bedeutet, dass eine große Zahl von Webseiten mit unterschiedlichen Inhalten erzeugt und gepflegt werden muss. Es geht dabei nicht nur um Qualität, sondern auch um Quantität, die für die Content Manager in kurzer Zeit nicht zu bewältigen ist. Deshalb nutzt Storyblok künstliche Intelligenz, um automatisch personalisierte Inhalte zu generieren.
Alt und neu im Parallelbetrieb
Das Metro Tech-Team begann die Migration zu Storyblok mit einem Proof of Concept, bei dem zunächst interne Inhalte implementiert wurden. Danach erstellte und integrierte das Team weitere Komponenten, bis der komplette Metro Online-Marktplatz auf die neue Plattform überführt war. Während des Migrationsprozesses blieb das alte System weiter in Betrieb. Die Anwender konnten so zunächst wählen, aus welcher Quelle die jeweiligen Inhalte angezeigt wurden.