Selgros bringt Supersmart nach Deutschland
Der zur Schweizer Coop gehörende Cash+Carry-Markt-Betreiber Selgros bringt die Supersmart-Lösung zur Validierung nach Self-Scanning nach Deutschland. Die beiden Selgros-Märkte in Neu-Isenburg und in Braunschweig wurden bereits mit der Lösung ausgestattet, welche Gewichtsdaten und intelligente Analysen zur Kontrolle des Self-Scannings einsetzt. Das Großhandelsunternehmen hat Supersmart in seinen 26 Stores in Rumänien im Einsatz und zeigt sich sehr zufrieden damit. Über Selgros‘ Supersmart-Einführung in Deutschland hatte die Lebensmittel Zeitung zuerst berichtet.
Weltweit sind inzwischen rund 200 Vertriebsstätten unterschiedlicher Handelsunternehmen mit der Lösung des Start-ups Supersmart ausgerüstet, an dem Bizerba beteiligt ist. Auch Tesco testet die Lösung seit diesem Jahr in zwei Supermärkten in Großbritannien und schon länger einem in der Tschechischen Republik.
Dabei fährt der Kunde, der seine Waren während des Einkaufs selbst mit einem Handheld-Gerät oder seinem Smartphone erfasst hat, seinen Einkaufswagen zur Validierung auf eine Waage, bevor er den Store verlässt. Korreliert das Gewicht nicht mit den erfassten Einkäufen, überprüft ein Mitarbeiter den Einkaufswagen.
Erfolgreich in Rumänien im Einsatz
Herwig Arvay, CFO von Selgros in Rumänien, zieht eine sehr positive Bilanz aus dem Einsatz der Lösung in allen seinen Märkten. Sie spare nicht nur seinen Mitarbeiter und seinen Kunden wertvolle Zeit – der Einkauf großer Mengen von Ware, wie sie im Cash+Carry-Märkten üblich ist, sei auch wesentlich bequemer geworden für Kunden, die nicht mehr an einem Checkout warten und Waren auf ein Kassenband und wieder zurück in den Einkaufswagen packen müssen.
Auch Wettbewerber Metro hat Supersmart in allen seinen Märkten in der Türkei, in der Ukraine, in der Tschechischen Republik, in der Slowakai und in Ungarn im Einsatz. In Rumänien führt Metro Supersmart derzeit ein. Bei Metro in Deutschland gibt es dagegen Widerstände gegen den Einsatz der Lösung.
Korrektur auch ohne Mitarbeiter
Tudor Andronic, CEO von Supersmart, berichtet dem Retail Optimiser, dass seine Lösung inzwischen durch intelligente Datenanalyse auch in der Lage sei, die Kunden des Handels bei Unstimmigkeiten auf die mögliche Ursache der Gewichtsdifferenz hinzuweisen, so dass einfache Probleme durch den Kunden selbst und ohne Intervention der Mitarbeiter gelöst werden können. Dies würde unter anderen der israelische Supermarkt-Betreiber Osher Ad sehr erfolgreich nutzen.
Dort laufen 80 Prozent der Transaktionen über Supersmart, was zu einer erheblichen Reduktion des Personalaufwands beim Checkout geführt hat – durch einen reibungslosen Prozess bei gleichbleibendem oder sogar geringerem Warenschwund, berichtet Tudor Andronic.
Auch zur Validierung an Self-Checkouts
Handelsunternehmen setzen Supersmart auch immer häufiger zu Validierung des Prozesses an stationären Self-Checkouts ein. Was zunächst überraschen mag, erklärt sich daraus, dass viele Unternehmen die in Self-Checkouts verbauten Kontrollwagen abschalten oder SB-Kassen gleich ohne Kontrollwage einführen. Der Prozess, bei dem der Kunde jedes einzelne Produkt nach dem Scannen auf eine bestimmte Ablage legen muss, sei nicht nur zu fehleranfällig, er sei schlicht zu unbequem für den Kunden, berichten Verantwortliche aus Handelsunternehmen.
So hat zum Beispiel Supersmart-Anwender Selgros in Rumänien – wo Kunden durchaus auch für kleinere Einkäufe in die Märkte kommen – kleine Supersmart-Terminals zur End-Kontrolle von Warenkörben aufgestellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Waren zuvor durch Self-Scanning mit mobilen Geräten oder an stationären Self-Checkouts erfasst wurden.