dm plant Kommissionierung von Kleinteilen mit Robotik von TGW
Der führende deutsche Drogeriemarkt-Betreiber dm plant an seinem Logistik-Standort Wustermark bei Berlin ein zusätzliches Kleinteile-Verteilzentrum, das mit Robotik des österreichischen Spezialisten TGW Logistics kommissioniert. Mit dem Pickcenter Rovoflex bietet TGW ein neuartiges automatisches Kommissionier-System mit sechs-achsigen Robotern, das durch KI seine Arbeit selbst kontinuierlich verbessert. Es lässt sich hybrid sowohl für die manuelle als auch für die Kommissionierung durch den Roboter einsetzen.
Die innovative Rovoflex-Anlage von TGW vermisst die Artikel in Echtzeit, so dass sie nach Angaben des Herstellers ganz ohne Stammdaten arbeiten kann. Zu den ersten Anwendern der 2024 erstmals vorgestellten Verbindung ihres TGW Pickcenters mit dem Rovoflex-Kommissionier-Roboter gehört Intersport in Österreich mit ihrem Standort in Wels sowie der schwedische Anbieter von medizinischen Bedarfsgütern OneMed in seinem Verteilzentrum in Göteborg.
Nach Informationen des Retail Optimisers plant dm den Einsatz dieser Kommissionier-Roboter nicht nur im zukünftigen Kleinteile-Verteilzentrum in Wustermark, sondern ebenso in seinem geplanten zweites Verteilzentrum in Österreich, das mit einer Größe von 43.000 Quadratmetern im oberösterreichischen Kronstorf gebaut wird und im Sommer 2028 in Betrieb gehen soll.
In seinem im Jahr 2020 in Betrieb genommenen Verteilzentrum in Wustermark hat dm bereits Pionierarbeit geleistet beim Einsatz von Robotik für die Kommissionierung von Filialpaletten. Die Technologie stammt dort allerdings nicht von TGW, sondern von Kuka und deren Tochter Swisslog, und erlebte in Wustermark seine Premiere. Der Retail Optimiser berichtete.
Wachsendes Kosmetik-Sortiment
Mit dem ergänzenden Bau eines Verteilzentrums für die Kleinteile-Kommissionierung am gleichen Standort, der demnächst starten wird, reagiert dm auf die wachsende Sortimentsbreite und steigende Anforderungen bei Kleinteilen wie dekorativer Kosmetik. Der Bau soll bald beginnen, die Inbetriebnahme ist für 2029 geplant. In die Erweiterung investiert dm mehr als 200 Millionen Euro.
„Die Kapazitäten im Logistikzentrum für Kleinteile und dekorative Kosmetik in Weilerswist bei Bonn reichen perspektivisch nicht aus, um das wachsende Sortiment und die steigenden Anforderungen zu bedienen”, erläutert Wulf Kristian Bauer, der als dm-Geschäftsführer für das Ressort Logistik verantwortlich ist. „Der Standort Weilerswist bleibt als wichtiger Faktor für die zuverlässige Versorgung der dm-Märkte bestehen.”
Nuno managed Bauprojekt
Neben TGW sind die FC-Gruppe für das Projektcontrolling und die Bauherrenbegleitung, die Logistikberatung Nuno für das Projektmanagement sowie das Architekturbüro Phase 5 für die Generalplanung des Baus beteiligt.



