Gastbeitrag: Billa optimiert Customer Journey mit Self-Checkout-Ökosystem
In Zeiten zunehmender Preissensibilität und wirtschaftlicher Unsicherheit wird Transparenz während des gesamten Einkaufsprozesses ebenso wichtig wie Schnelligkeit an der Kasse. Kunden erwarten Transparenz und Kontrolle über ihre Ausgaben, während Einzelhandels-Unternehmen bestrebt sind, relevante Werbeaktionen, Gutscheine und Treuevorteile zum richtigen Zeitpunkt im Entscheidungsprozess anzubieten.
Gleichzeitig stellt die Kassenzone nach wie vor einen kritischen Engpass dar, an dem Personalmangel, variable Kundenzahlen und steigende Erwartungen zusammentreffen. Billa Österreich begegnet diesen Herausforderungen mit einem integrierten Ökosystem, in dem der Bezahlvorgang direkt in den Einkaufsprozess integriert ist.
Gemeinsam mit Self-Checkout-Softwarepartner Shopreme und Ladenbau-Experten Umdasch The Store Makers hat Billa ein Self-Checkout-Ökosystem mit der Billa Scan & Go App integriert, verbunden mit dem Jö Treueprogramm sowie einer Mitarbeiterapp und der Vector Exit-Lösung.
Strategische Neugestaltung des Checkouts
Ein wesentliches Merkmal: Der Ansatz von Billa besteht darin, den Einkaufsablauf rund um die App als zentrale Schnittstelle zu gestalten: Kunden scannen Artikel während des Einkaufs, sehen den Gesamtbetrag ihres Warenkorbs in Echtzeit und können im selben Ablauf direkt auf Treuevorteile, Sonderangebote und Gutscheine zugreifen und in der App bezahlen. Um die Barrierefreiheit zu gewährleisten, kann die App auch als Gast ohne Registrierung genutzt werden.
Bei Billa wird Self-Checkout nicht als eigenständige Lösung, sondern als Teil des gesamten Einkaufserlebnisses betrachtet. Anstatt sich auf ein einziges Format festzulegen, wird Self-Checkout zu einem konfigurierbaren System. Je nach den Anforderungen der Filiale kombiniert Billa herkömmliche Kassen, Self-Checkout-Kiosks (SCO) für kleine Warenkörbe und den Scan & Go Prozess, der in der App beginnt und an einem speziellen Ausgangsterminal enden kann.
Wie Self-Checkout bei Billa genutzt wird
Kleinere Einkäufe werden oft an der SCO-Kasse abgewickelt, während größere Warenkörbe während des Einkaufs in der App gescannt werden, wodurch das Ausladen und erneute Scannen der Artikel am Ende entfallen und die Kassenzonen entlastet werden. Zusätzliche Funktionen wie integrierte Einkaufslisten unterstützen diesen Ablauf und ermöglichen Kunden, im Voraus zu planen und den Fortschritt beim Scannen der Produkte automatisch zu verfolgen.
Gleichzeitig ist das System auf Skalierbarkeit ausgelegt. Neben Billa Scan & Go, der Mitarbeiterapp und der Vector Exit-Lösung bereitet Billa gemeinsam mit Shopreme und Umdasch The Store Makers die Einführung von Handscannern vor. Da alle Komponenten Teil des Shopreme Software-Ökosystems sind, sind dafür keine zusätzlichen Integrationen erforderlich. Hardwaremanagement, Analysen und Diebstahlprävention lassen sich zentral in der Management Console verwalten.
Das Video zeigt, wie Kunden Billa Scan & Go nutzen – vom Einchecken über das Scannen der Produkte bis hin zur Bezahlung (Video: Shopreme)
Durch die Nutzung einer zentralen Plattform wird Self-Checkout zu einem konfigurierbaren Toolkit statt zu einem starren Konzept, wodurch für jeden Filialstandort passende Kombinationen ermöglicht werden, die im Laufe der Zeit bei Bedarf angepasst werden können.
Flexibilität über Filialformate und Kundenbedürfnisse hinweg
Die Lösung von Billa ist so konzipiert, dass sie unterschiedlichen Filialumgebungen und Kundenpräferenzen gerecht wird. Kunden können ihren Einkauf entweder direkt in der App abschließen oder am Vector Ausgangsterminal finalisieren. Das Terminal dient als festgelegter Endpunkt, an dem der QR-Code der App gescannt wird, wodurch die Zahlung abgeschlossen werden kann. In anderen Formaten ermöglicht ein vollständig mobiler Ablauf den Kunden, die Filiale ohne weitere Schritte zu verlassen.
Damit zielt Billa darauf ab, den Grad an Struktur und Kontrolle je nach Filiallayout, Kundenfrequenz und betrieblichen Anforderungen anzupassen. Trotz dieser Variationen bleibt der Kernprozess einheitlich: Die Artikel werden während des Einkaufs gescannt, der Warenkorb ist in Echtzeit einsehbar, Treuevorteile werden direkt angerechnet und Warteschlangen an der Kasse werden vollständig vermieden.
Wie Billa Scan & Go den Filialbetrieb flexibler macht
Eine zentrale Anforderung an die Billa-Lösung ist die Zuverlässigkeit unter realen Bedingungen. Das System unterstützt das Scannen im Offline-Modus, sodass Kunden auch in Bereichen ohne Netzverbindung weiter einkaufen können. Der Zugang ist bewusst einfach gehalten: Die App kann mit oder ohne Registrierung genutzt werden. Auch Gastnutzer können den gesamten Einkaufsprozess reibungslos abschließen. Treueprogramm-Nutzer können zusätzlich von integrierten Angeboten profitieren.
In Formaten wie dem Billa Eco Store Pilotengasse in Wien reduziert der „Digital-First“-Ansatz zudem die Abhängigkeit von Papier und zusätzlicher Hardware. Gleichzeitig wird der Filialbetrieb weniger an eine feste Kasseninfrastruktur gebunden, was einen flexibleren Personaleinsatz ermöglicht.
Zentralisiertes Management und Steuerung auf Filialebene
Alle Interaktionen werden filialübergreifend verwaltet. So kann Billa die Performance überwachen, Warenkörbe analysieren und den Betrieb entsprechend den Nutzungsmustern anpassen.
Store-Mitarbeiter werden durch die spezielle Shopreme Supervisor App unterstützt, mit der sie Stichproben durchführen und altersbeschränkte Käufe freigeben können, ohne den Kundenfluss zu stören. Nach der ersten Verifizierung können Kunden die biometrische Altersüberprüfung per Face ID für zukünftige Einkäufe aktivieren.
Was Billa Scan & Go über den Wandel von Self-Checkout zeigt
Billa Scan & Go verdeutlicht, wie sich die Rolle der Kasse von einem festen Endpunkt zu einem integrierten Bestandteil des gesamten Einkaufserlebnisses wandelt. Einzelhandels-Unternehmen können ein flexibleres, skalierbares System schaffen, das sich an unterschiedliche Formate und Bedürfnisse anpasst.
Der Schwerpunkt liegt in der zugrunde liegenden Struktur:
- Eine Plattform, die mehrere Self-Checkout-Touchpoints, Treueprogramme und Diebstahlsicherung miteinander verbindet
- Ein einheitlicher, filialübergreifender Prozess
- Zentrale Verwaltung und Analyse
- Eine zentrale Mitarbeiterapp, die Personal entlastet
Dieser Ökosystem-Ansatz von Shopreme wurde in diesem Jahr mit dem europäischen Reta Award ‘Top Supplier Retail’ sowie mit dem Regal Re|Tech Award der Kategorie Checkout & Smartstore ausgezeichnet. Weitere Rollouts von Handscannern in den Billa- und Billa Plus-Filialen sind bereits im Gange.



