Kaufland führt mit Itab Self-Checkouts in allen deutschen Filialen ein
Kaufland rollt Self-Checkouts von Itab flächendeckend in Deutschland aus. Im Ausland kommt neben Itab auch 4POS zum Zuge. Alle deutschen Standorte des Großflächen-Discounters der Schwarz Gruppe sollen bis Anfang 2029 mit Selbstbedienungs-Terminals ausgestattet werden. Allein in diesem Jahr kommen 220 weitere Filialen hinzu. Nach Abschluss des Rollouts werden bundesweit mehr als 8.000 Self-Checkouts in Kaufland-Stores im Einsatz sein.
Das Design der Self-Checkouts wurde von Kaufland entwickelt, produziert werden sie von Itab. Derzeit sind bei Kaufland in rund 300 Filialen bundesweit etwa 2.000 Selbstbedienungs-Terminals von Itab im Einsatz. Künftig wird jeder Standort des Handelsunternehmens in Deutschland mit bis zu zwölf Self-Checkouts ausgestattet, parallel zu klassischen Bedienkassen.
An den meisten Self-Checkouts können Kunden ausschließlich bargeldlos bezahlen. Kaufland stattet jedoch jede Filiale mit einigen Self-Checkouts aus, die über Cash-Handling-Module von Glory verfügen. Kaufland setzt als erstes Unternehmen auf dem Markt eine Glory-Einheit für zwei Selbstbedienungs-Kassen ein – eine Konfiguration, die das Team von Retail Optimiser bislang nur auf dem französischen Markt beobachtet hat.
Kaufland bleibt bei Kontroll-Waagen gegen Warenschwund
Ein Glory Modul bündelt das Cash-Handling für zwei Self-Checkouts, jeder Shopper behält seine Transaktion auf einem eigenen Screen für die Cash-Transkation im Blick. Kunden sollen damit auch in der Self-Checkout-Zone wählen können, ob sie mit Bargeld, Karte, App oder Kaufland Pay zahlen möchten. Das Handelsunternehmen hat seine Self-Checkouts mit hochformatigen, großen Displays ausgerüstet, um Shoppern die Bedienung zu erleichtern.
Kaufland sichert die Self-Checkout-Zonen mit Ausgangsgates, die sich erst nach dem Scannen des Kassenbons öffnen. Im Gegensatz zu anderen Einzelhandelsunternehmen wie Aldi Süd oder der Rewe Group, die bei der großflächigen Einführung von Self-Checkouts keine Waagen zur Diebstahlsicherung einsetzen, da diese zu viele Unterbrechungen im Ablauf verursachen, stattet Kaufland alle Terminals mit Kontrollwaagen aus. Diese vergleichen jeden gescannten Artikel mit dem vorgegebenen Sollgewicht.
Kaufland setzt auf 4POS in Polen und der Slowakei
Das Handelsunternehmen bringt in Deutschland ausschließlich Self-Checkouts mit Itab in seine Filialen. An seinen Standorten in Polen und der Slowakei dagegen nutzt Kaufland Self-Checkouts des zur Pan Oston Holding gehörenden Hardware-Spezialisten 4POS aus der Schweiz.
In Deutschland treibt Kaufland aufbauend auf der Infrastruktur der Self-Checkouts seine Scan&Go-Lösung K-Scan voran. Aktuell ist das System in rund 150 Filialen verfügbar. Kunden scannen ihre Produkte direkt während des Einkaufs per Kaufland-App mit ihrem eignen Smartphone oder per Handscanner. Sie sehen dadurch jederzeit ihren aktuellen Einkaufswert und können Änderungen im virtuellen Warenkorb unmittelbar vornehmen. Zum Bezahlen wird der gescannte Einkauf über einen QR-Code an den Self-Checkout übergeben.
K-Scan bringt auch große Warenkörbe an den Self-Checkout
Kaufland setzt bei der Kontrolle von Warenkörben, welche über K-Scan erfasst werden, auf ein eigenentwickeltes, KI-basiertes Modell. Dieses analysiert Transaktionen kontinuierlich und identifiziert auffällige Artikel-Kombinationen oder Abweichungen im Scanverhalten, um gezielt Stichproben-Kontrollen durch Store-Mitarbeiter auszulösen. Der Ansatz folgt einer klaren Logik: Kontrollen werden risikobasiert verdichtet, während unauffällige Einkäufe weitgehend ohne Eingriff passieren.
Kaufland gibt an, dass ihre Kunden K-Scan seit der Einführung im Jahr 2021 gut annehmen. In einzelnen Filialen nutzen bereits bis zu 15 Prozent der Shopper diese Lösung für ihren Wocheneinkauf.



