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Kesko baut neues Logistikzentrum mit Automatisierungs-Technologie von Knapp

Kesko hat den österreichischen Intralogistik-Spezialisten Knapp mit der Automatisierung seines geplanten neuen Logistikzentrums beauftragt. Mit dem Neubau in der Gemeinde Nurmijärvi, nördlich von Helsinki, will das finnische Lebensmittelhandels-Unternehmen seine Lieferkette effizienter und flexibler gestalten und für weiteres Wachstum vorbereiten.

Pekka Tala, Development Director bei Kesko, erklärt: „Wir schaffen eine Automatisierungslösung, die unseren Betrieb in den kommenden Jahrzehnten unterstützt. Daher war es uns besonders wichtig, dass die neue Lösung nicht nur den Anforderungen von heute entspricht, sondern auch entsprechende Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft eröffnet.“

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Kesko plant die Automatisierungs-Technologie von Knapp am neu zu errichtenden Standort im Jahr 2028 zu installieren. In den beiden Folgejahren soll das Logistikzentrum dann schrittweise in Betrieb gehen. Die beiden Unternehmen verbindet bereits eine langjährige Zusammenarbeit. Bereits im Jahr 2020 hatte die K Group ein Distributionszentrum seiner Sanitär- und Elektro-Großhandelssparte Onninen in Polen mit Technologien von Knapp automatisiert.

Lösung soll auch zukünftige Anforderungen erfüllen

Der Entscheidung für Knapp ging eine mehrjährige Vorbereitungsphase voraus. Der gemeinsame Planungsprozess habe gezeigt, dass die Lösung optimal auf die Anforderungen des neuen Logistikzentrums abgestimmt sei. Das breite Portfolio, die Forschungs- und Entwicklungskompetenz des Anbieters sowie Skalierbarkeit der Lösung hätten die Auswahl maßgeblich beeinflusst.

Kesko wolle den veränderten Anforderungen der Verbraucher gerecht werden, die schnellere Lieferungen und ein breiteres Sortiment erwarteten. „Da ein Logistikzentrum ein mehrjähriges Projekt und eine langfristige Investition ist, war es für uns besonders wichtig, einen Partner zu finden, der zukünftige Entwicklungen frühzeitig erkennt und unsere Anforderungen auch langfristig versteht“, erläutert Pekka Tala die Entscheidung.

Automatisierte und manuelle Prozesse spielen zusammen

Die Lösung von Knapp soll automatisierte und manuelle Lagerprozesse in einem Gesamtsystem integrieren. Für Paletten soll ein vollautomatisch betriebenes Hochregallager entstehen. Das Shuttle-Lagersystem Evo Shuttle soll Behälter, Kartons und Trays mit Ladegut bis zu 50 Kilo in einem automatischen Kleinteilelager bearbeiten. Das Shuttle-System stellt sequenziert kleinere Gebinde und Einzelstücke bereit, die Mitarbeiter dann an Ware-zur-Person-Arbeitsplätzen kommissionieren werden.

Der Technologie-Mix soll eine flexible und skalierbare Gesamtlösung erzeugen, die eine effiziente Auftragsabwicklung und zuverlässige Lieferungen sicherstellt. Sie sei auf künftiges Wachstum ausgerichtet und solle die Voraussetzungen für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Kesko-Logistik schaffen.

Micro-Fulfillment-Center nutzt bereits Lager-Automatisierung

Keskos bestehendes Zentrallager im Stadtteil Hakkila von Vantaa, nicht weit vom Flughafen Helsinki-Vantaa, verfügt derzeit nicht über weitgehend automatisierte Intralogistik-Technologien. Allerdings hat das Unternehmen im Januar 2026 für Bestandsoptimierung und Bedarfsplanung die KI-gestützte Planungssoftware von Relex implementiert.

Im Herbst 2023 realisierte Kesko mit Technologie-Anbieter Dematic im K Citymarket in Vantaa Tammisto ein Micro-Fulfillment-Center (MFC). Dieses setzt ein kompaktes, automatisiertes Lager- und Ware-zur-Person Kommissionier-System des Herstellers AutoStore ein.

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Joachim Pinhammer

Joachim Pinhammer unterstützt als Retail Experte Handels- und Technologie-Unternehmen durch Beratung und Marketing-Expertise. Er war als Senior Analyst und Director Retail Technology bei der Analysten-Gruppe Planet Retail tätig. Davor war er als Director Marketing der Wincor Nixdorf AG (heute Diebold Nixdorf) verantwortlich für den internationalen Marketingauftritt der Retail Division des Unternehmens. Joachim Pinhammer ist regelmäßiger Sprecher auf Veranstaltungen der Messe Düsseldorf (EuroShop und EuroCIS), des EHIs und anderen Branchen-Events. Er veröffentlicht Fachbeiträge in Magazinen und Online-Foren der Branche.

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