Family Mart Japan führt hybride Kassen von Toshiba ein
Das japanische Covenience-Handelsunternehmen Family Mart hat mit der Einführung neuer POS-Systeme in seinen rund 16.500 Stores in Japan begonnen. Toshiba liefert dafür das POS-System CV-330, das der Retailer flexibel als bediente Kasse oder Self-Checkout einsetzen kann. NEC liefert das neue Bezahlsystem und verbindet das Payment-Terminal mit seiner Payment-Plattform Multi-Service-Gateway. So unterstützt das System rund 40 Dienste für elektronische Zahlungen, Kreditkarten sowie QR- und Barcode-Zahlungen.
Toshiba hat Hard- und Software sowie die Benutzeroberfläche für beide Betriebsarten vereinheitlicht. Dadurch kann Family Mart dieselbe Kassenhardware je nach Personalstärke und Kundenaufkommen unterschiedlich einsetzen. Die Stores benötigen somit keine getrennten Systeme für bediente Kassen und Self-Checkouts.
Family Mart ist ein japanisches Convenience-Handelsunternehmen mit Sitz in Tokio und organisiert sein Geschäft über ein Franchise-System. Ende August 2026 umfasste das Vertriebsnetz 16.455 Stores in Japan und 9.191 im Ausland. Die jetzt gestartete Einführung betrifft die rund 16.500 japanischen Stores.
Family Mart wechselt flexibel den Kassenmodus
Zu Stoßzeiten können Mitarbeiter das CV-330 als bediente Kasse einsetzen. Das gilt auch für Abläufe und Produkte, bei denen Personal eingreifen muss. Family Mart nennt unter anderem Paketannahmen, Rechnungszahlungen und den Verkauf warmer Snacks als Beispiele.
In ruhigeren Zeiten und während der Nacht können die Stores dasselbe System auf Self-Checkout umstellen. Kunden können dadurch eigenständig bezahlen, während Mitarbeiter andere Aufgaben übernehmen. Family Mart will mit dem flexiblen Betrieb zudem die Wartezeiten an den Kassen verkürzen.
Neue Oberfläche erleichtert die Bedienung
Die modular aufgebaute Hardware lässt sich an unterschiedliche Store-Layouts anpassen. Toshiba hat auf eine physische Tastatur verzichtet und stattdessen ein 15,6 Zoll großes Touchscreen-Display eingesetzt. Das System kombiniert einen Barcode-Scanner, einen Belegdrucker, ein Payment-Terminal und wahlweise ein automatisches Bargeldmodul. Eine gemeinsame Benutzeroberfläche mit Symbolen, Animationen und eingeblendeten Hinweisen erleichtert neuen Mitarbeitern den Einstieg.
Niedrig angeordnete Schaltflächen sollen das System für Kinder und Menschen im Rollstuhl besser zugänglich machen. Family Mart plant weitere Bedienhilfen wie Anzeigen in Hiragana und Englisch sowie gesprochene Anweisungen. Am Self-Checkout können Kunden künftig auch rabattierte Produkte kaufen und elektronisches Guthaben aufladen. Eine Ruffunktion verbindet sie bei Bedarf mit einem Mitarbeiter.
Family Mart erwartet 20 Prozent Personalkosten-Reduktion
Mit dem neuen Kassensystem, automatischen Bargeldmodulen und den Payment-Terminals will Family Mart den täglichen Arbeitsaufwand rund um die Kasse um 20 Prozent senken. Mitarbeiter sollen die gewonnene Zeit für andere Aufgaben im Store nutzen. Darüber hinaus will das Unternehmen bis zum Geschäftsjahr 2030 die gesamte tägliche Arbeitszeit in seinen Stores mit mehreren Automatisierungs-Maßnahmen um rund 20 Prozent gegenüber 2025 reduzieren.
Family Mart hat zudem das Task-Building-Modell angekündigt, das den Personalbedarf anhand der erwarteten Kundenzahl berechnet. Das Unternehmen will die ermittelten Arbeitszeiten mit dem bestehenden Famima-Work-System verknüpfen. Die Software soll daraus passende Schichten vorschlagen und Arbeitspläne für einzelne Tageszeiten erstellen.



