Instacart will mit Arpalus Smart Carts fürs Regal-Monitoring aufrüsten
Instacart hat das israelische Unternehmen Arpalus übernommen, um seine Computer-Vision-Technologie für Regaldaten im Lebensmittel-Einzelhandel zu stärken. Die Plattform zielt darauf ab, genauer zu ermitteln, welche Produkte tatsächlich in den Regalen verfügbar sind, damit Online-Bestellungen zuverlässiger abgewickelt werden können.
Die Lösung von Arpalus wandelt einen kurzen Video-Scan eines Regals in eine Echtzeitansicht der tatsächlich in einer Vertriebsstätte verfügbaren Produkte um. Laut Instacart kann die Technologie einzelne Artikel in den Regalen mit einer durchschnittlichen Genauigkeit von über 95 Prozent identifizieren. Mithilfe von Computer-Vision wurde die Lösung speziell für die Komplexität realer Lebensmittel-Store-Umgebungen entwickelt, einschließlich schwacher oder unzuverlässiger WLAN-Verbindungen, ungleichmäßiger Beleuchtung und Tausender optisch ähnlicher Produkte, die dicht beieinander stehen.
Instacart plant, die Technologie von Arpalus mit seinen Caper Carts zu nutzen, die über externe Kameras verfügen. Während sich die Wagen durch die Gänge bewegen, können sie die Bestandsdaten der Regale in Echtzeit aktualisieren. Instacart hat die Caper-Technologie in fast 100 Städten in 15 US-Bundesstaaten eingeführt. In diesem Jahr hat Morrisons als erstes britisches Einzelhandels-Unternehmen die Lösung getestet, wie der Retail Optimiser berichtete. Im Jahr 2024 hatte Aldi Süd Caper bei Hofer in Österreich getestet.
Regalscans sollen die KI-Modelle von Instacart verbessern
Die Arpalus-Technologie läuft zudem auf jedem Smartphone oder jedem Gerät mit Kamera. Instacart strebt an, dass sein Netzwerk aus rund 600.000 ‚Professional Shoppern’ Regaldaten über die App erfasst, die sie ohnehin bereits für jede Online-Bestellung nutzen. Das System kann die Crowd-Worker während des Scans auch anleiten. Es kann sie auffordern, Kamerawinkel oder -abstand anzupassen, damit das Regal genauer und effizienter erfasst wird.
Die E-Food-Plattform hofft, mit den umfangreicheren Regaldaten mehrere ihrer Produkte verbessern zu können. Das Unternehmen gibt an, dass genauere Bestandsdaten den Instacart Marketplace, die von Storefront Pro betriebenen Händler-Websites, Store View sowie die Sensordaten der Caper Carts verbessern könnten.
Echtzeit Blick auf die Bestände
„Arpalus wurde geründet, um eine der grundlegendsten Herausforderungen des Einzelhandels zu lösen: die Lücke zwischen dem, was im Laden geschieht, und den Entscheidungen, welche die Geschäftsleistung bestimmen, zu schließen“, sagte Ofir Zilberberg, Gründer und CEO von Arpalus. „Wir haben eine KI-Plattform entwickelt, die Einzelhandels-Unternehmen Echtzeit-Einblick in den Lagerbestand und die Abläufe im Store verschafft und so schnellere und intelligentere Entscheidungen in großem Maßstab ermöglicht.“



