Rewe und Mars gewinnen mit Impulsware an Self-Checkouts
Die Rewe Group und Mars sind gestern gemeinsam mit einem ECR Award der GS1 Germany für ihre Aktivitäten, Impulsware an Self-Checkouts zu bringen, ausgezeichnet worden Die Kooperationspartner erhielten die Auszeichnung für ihr ‚European NextGen Checkout Project‘ in der Kategorie ECR Collaboration Excellence.
Mit dem Projekt wollen die Unternehmen die Aufmerksamkeit von Kunden stärker auf Impulsangebote in der SB-Kassenzone leiten. Der wachsende Anteil von Selbstbedienungskassen und die damit verbundenen Veränderungen bei der Gestaltung der Kassenzone führt häufig zu Umsatzeinbußen bei Impulsware. Nicht zuletzt, weil Self-Checkout Wartezeiten verkürzt und die Aufmerksamkeit der Kunden stärker bindet.
Deshalb entwickeln die Rewe Group und Mars seit mehr als zwei Jahren gemeinsam Lösungen, welche Impulsartikel unter den veränderten Bedingungen wieder stärker in den Fokus rücken sollen. Dazu platzieren sie – im Wartebereich der SCO-Zone oder zwischen den Terminals – Schokoriegel, Kaugummi sowie Snacks auf Regalmodulen mit mehreren Ebenen auf Augenhöhe. Das soll die Aufmerksamkeit der Kunden bereits vor dem Start des Scan-Vorgangs auf die Impulsware lenken.
Projekt verbindet kurzfristige Verbesserung mit datenbasierter Neugestaltung
Bislang haben die Rewe Group und Mars in acht Ländern und fünf Vertriebsformaten mehr als 7.500 Impulsmodule installiert und über 2.500 Kassenzonen optimiert. Transaktionsdaten und Erkenntnisse zu Wartezeiten sowie Laufwegen aus Pilotmärkten dienen den Unternehmen als Planungsgrundlage. Die gewonnenen Daten sollen helfen, Sortimente und Platzierungen weiter anzupassen sowie Warenträger und Kassentypen besser aufeinander abzustimmen.
Bei der Preisvergabe hob die Jury besonders Umfang und internationale Dimension des Projektes hervor. Weiteres Potential erkannte sie darin, den gemeinsam entwickelten Ansatz auf weitere Kategorien zu übertragen.
Shopper-Aktivierung und Mehrwegsystem für Kosmetik ebenfalls ausgezeichnet
Der ECR Innovation Excellence Award ging in diesem Jahr an Kaufland und Coca-Cola für ihr Projekt ‚360° Integrated Activation‘. Hierbei hatten die Partner auf Basis von Daten der Kaufland-Xtra-Card in 169 Fokus-Stores Shopper-Profile identifiziert, die sowohl für Softdrinks als auch für Tiefkühl-Pizza als Zielgruppe relevant waren. Durch gezielte Ansprache über Social-Media, in der App und am POS sollen diese aktiviert werden. Erkenntnisse aus den Bon-Daten sollen in künftige Aktivierungen einfließen. Der Ansatz soll auf andere Produktkombinationen übertragbar sein.
Die Drogeriemarktbetreiber Müller und Budni bauen mit dem Hamburger Hersteller von nachnachhaltiger Kosmetik SEA ME ein Mehrwegsystem für Drogerie und Kosmetik namens Zerooo auf. Kunden erwerben die Produkte in wiederverwendbaren Pflegegebinden. Nach Gebrauch geben sie diese an der Kasse, über Pfandautomaten oder Lieferdienste zurück. Zerooo übernimmt die Rückführung, sortiert und reinigt die Gebinde. Bereits 500.000 der Einheiten zirkulieren bereits in einem Netzwerk von 1.000 Verkaufs-und Rückgabepunkten. Dafür vergab GS1 Deutschland den ECR Sustainability Excellence Award.



