Poco erneuert Logistikprozesse mit Infios WMS
Poco standardisiert und modernisiert seine Logistikprozesse mit dem Warehouse-Management-System von Infios der Körber-Gruppe. In einem ersten Schritt hat der Möbeldiscounter die Software in seinem Zentrallager in Trebbin bei Berlin in Betrieb genommen. Anschließend soll die Lösung an sieben weitere Standorte ausgerollt werden.
Mit Einführung von Infios Warehouse Management will Poco die Kernprozesse in seinem Logistik-Netzwerk standardisieren. Gleichermaßen sollen Arbeitsprozesse und Automatisierungs-Schnittstellen flexibel an lokale Anforderungen angepasst werden können. Dazu trennt das Unternehmen die Steuerung der Logistikprozesse von der zentralen Unternehmens-Software.
Bisher nutzte das Unternehmen zur Steuerung der Abläufe in seinen Distributionszentren die Lager- und Logistik-Module des bestehenden ERP-Systems. Mit zunehmender Komplexität der operativen Prozesse gerieten diese an ihre Grenzen. Aufgrund der Beschaffenheit der Waren und ihrer unterschiedlichsten Verpackungsformate stellt die Möbellogistik besondere Herausforderungen. Produkte bestehen häufig aus Einzelteilen, verteilt auf unterschiedliche Verpackungen. Das System muss diese sowohl als Einheiten verwalten, lagern, kommissionieren und versenden sowie Transparenz auf Komponentenebene liefern können.
Konfiguriert für die Anforderungen der Möbelbranche
Nach Angaben von Infios hat der Softwareanbieter seine Lösung an die betrieblichen Anforderungen der Möbelbranche angepasst. Insbesondere soll die Handhabung von Produkten, die aus mehreren Verpackungseinheiten bestehen präzise koordiniert werden können. Der modulare Aufbau ermögliche es, die Lösung später um Funktionen wie Slotting, die strategische Zuweisung von Lagerplätzen, einem Yard-Management zur Planung und Steuerung von Fahrzeugbewegungen sowie Lade- und Entlade-Prozessen zu erweitern.
Das Unternehmen mit Sitz in Bad Nauheim gehört zum Hamburger Körber Konzern. Nach Neupositionierung im Jahr 2025 vermarktet die Gruppe ihre Supply Chain Software international unter der eigenständigen Marke Infios. Das WMS soll die Prozesse vom Wareneingang über Einlagerung, Kommissionierung und Verpackung bis hin zum Versand steuern. Für Analysen und Handlungsempfehlungen nutzt die Lösung Machine Learning und künstliche Intelligenz.
Blaupause für weiteren Rollout
Das Logistikzentrum in Trebbin dient Poco als zentrales Lager für Wareneingang, Vorsortierung und Weiterleitung an regionale Verteilzentren sowie an das automatisierte E-Commerce‑Fulfillment‑Center in Bönen, im Kreis Unna, Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen plant bis Ende 2026 einen zweiten Standort, der Import- und regionale Lagerfunktionen kombiniert, in Betrieb zu nehmen.
Danach will Poco Infios WM in schneller Folge an den übrigen Logistikhubs implementieren. Dazu will es wiederverwendbare Templates branchenspezifischer Konfigurationen nutzen, um schnell Wertschöpfung zu generieren.



