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Fressnapf entwickelt KI-Assistenten für Produktberatung mit GK

Fressnapf baut seinen KI-basierten Chatbot für Mitarbeiter ‚Frag MIA‘ erheblich aus. Dafür ist Europas führender Fachhändler für Tierbedarf eine Entwicklungs-Partnerschaft mit GK eingegangen. In einem ersten Schritt arbeiten die beiden Unternehmen derzeit daran, Fressnapfs Product Data Content für die Kundenberatung auf der Verkaufsfläche durch seinen Chatbot ‚Frag MIA‘ nutzbar zu machen.   

„Wir wollen unsere Kolleg:innen auf der Fläche durch den Chatbot so unterstützen, dass sie Fragen unserer Kund:innen noch besser und leichter auf konkrete Produkte bezogen beantworten können“, berichtet Randy John, Fressnapfs Vice President Product Development Digital Store Solution, dem Retail Optimiser. Dabei soll die KI ausschließlich mit dem Product Content arbeiten, der in Fressnapfs Akeneo PIM-System zur Verfügung steht – und keine externen Quellen verwenden.

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Fressnapfs Mitarbeiter-Chatbot ist bereits in Fressnapfs Workforce-App MIA integriert und steht allen Mitarbeitern in Deutschland auf den Zebra Handhelds und Tablets zur Verfügung, welche der Tierbedarfs-Primus im vergangenen Jahr in allen Vertriebsstätten eingeführt hat. Bisher können die Mitarbeiter mit ‚Frag MIA‘ auf alle Lerninhalte von Fressnapf – dem so genannten Competence Club –, aber auch auf Inhalte der Website des Handelsunternehmens zugreifen. Nun steht der Rollout von ‚Frag MIA‘ in die Länder an, berichtet Randy John.

Co-Innovation mit viel Potenzial

Ziel des gemeinsamen Entwicklungs-Projektes mit GK ist es, valide, Produkt-bezogene Beratung durch die KI auf den gleichen Mitarbeiter-Chatbot zu bekommen, ohne die Produkt-Beschreibungen im PIM-System dafür ergänzen oder die Stammdaten manuell vorstrukturieren zu müssen. Das RnD-Team von GK arbeitet durch Embedding, Prompting und Workflow-Orchestration daran, das Large Language Modell für diesen und später auch für weitere spezifische Usecases des Handels fit zu machen. Das Modell wird innerhalb des PrivateGPT Ökosystems der FSAS Technology GmbH bereitgestellt, die ebenfalls Teil der GK-Mutter Fujitsu ist.

Fragt eine Kundin „Wie kann ich meiner Katze das Kratzen am Sofa abgewöhnen?“ können Fressnapf Mitarbeiter mithilfe von ‚Frag MIA‘ künftig bezogen auf gelistete und geeignete Produkte wie Kratzschutz-Sprays, Abschreckmatten aber auch Kratzbäumen noch besser helfen. Kommt die Frage nach geeignetem Spielzeug für Welpen auf, kann das KI-basierte Tool aus den Produktdaten schließen, welche Produkte nicht zu hart für die noch empfindlichen Zähne des jungen Tiers sind, die geeignete Größe haben und auch frei von bestimmten Schadstoffen sind.  

Next Level Chatbot für Mitarbeiter

In 95 Prozent der Fälle funktioniere das bereits sehr gut, berichtet Pascal Singer, Developer Data Science, bei GK. Er ist zuversichtlich, dass auch jene Fälle, in denen es noch nicht so gut klappt, zu bewältigen sein werden, ohne dass manuell strukturierte Daten erstellt werden müssen, die über die Produktbeschreibungen im PIM-System des Handelsunternehmens hinausgehen. In einem weiteren Schritt wollen die Partner dann auch die konkrete Verfügbarkeit von Produkten in dem Store, aus dem die Anfrage kommt, durch einen Bestandsagenten mit in die KI-basierte Beratung einfließen lassen und auch Promotions berücksichtigen.

GK zielt mit der Entwicklungspartnerschaft mit Fressnapf darauf, sein bereits umfangreiches Lösungs-Angebot für den Einsatz von KI in den Vertriebsstätten des Handels durch einen dezidierten GK Store Assistant zu ergänzen. Dieser soll auf Basis von Multi-Agenten-Technologie die Mitarbeiter des Handels auf der Verkaufsfläche bei der Beratung ebenso unterstützen wie bei allen anderen Fragen zu ihrer Arbeit. So sei auch die Integration in die Benutzeroberfläche der Kasse sinnvoll, um passende Beratung zum Beispiel zu Verkaufsförderungs-Aktionen beim Checkout sichtbar zu machen.

 

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Björn Weber

Björn Weber ist seit über 20 Jahren als Journalist, Analyst und Berater auf den Einzelhandel und die Konsumgüterindustrie spezialisiert. Bevor er die Agentur Fourspot gründete, bei der The Retail Optimiser erscheint, leitete er die internationale Analysten-Gruppe LZ Retailytics. Zuvor war er Research Director Retail Technology und Deutschlandchef von Planet Retail. Björn Weber war davor acht Jahre lang Redakteur für IT & Logistik-Themen der Lebensmittel Zeitung. Björn Weber ist Mitglied der Jury des Retail Technology Awards (Reta Europe) des EHIs. Er ist regelmäßiger Sprecher auf Veranstaltungen des EHIs, der NRF, der Branchenmedien sowie des Consumer Goods Forums.

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