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Britische Retailer bauen Use Cases digitaler Regaletiketten aus

In Großbritannien hat sich der Markt für elektronische Regaletiketten (ESLs) in der Vergangenheit langsamer entwickelt als in anderen europäischen Ländern. Zwar testen Retailer die Technologie bereits seit Jahrzehnten, doch blieben groß angelegte Roll-outs oft auf einen begrenzten Umfang beschränkt. Das ändert sich nun, da steigende Kosten die Einzelhandels-Unternehmen dazu veranlassen, die Use Cases für digitale Regaletiketten auszuweiten.

Wie die Fachzeitschrift The Grocer letzte Woche berichtete, hat Asda damit begonnen, Informationen zu Allergenen auf digitalen Regaletiketten anzuzeigen. In einem ersten Schritt gilt dies für etwa 20 lose Backwaren. Asda hat die Einführung der ESL-Lösung von Vusion in 250 Asda-Express-Stores abgeschlossen und nutzt nun die Infrastruktur, um den Zugang zu Produktinformationen zu verbessern.

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Die Etiketten zeigen neben Preisen, Promotions und Nährwertangaben auch Informationen zu Allergenen an und helfen so den Kunden, fundiertere Kaufentscheidungen zu treffen, während gleichzeitig die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften unterstützt wird. „Dies ist ein bedeutender Schritt vorwärts, um Lebensmittel-Informationen für unsere Kunden klarer, zugänglicher und vorschriftskonformer zu gestalten“, sagt Tom Clark, Retail Operations Manager bei Asda.

Morrisons führt Pick-to-Light ein

Morrisons nutzt die Pick-to-Light-Funktion von Vusion, bei der in digitale Regaletiketten integrierte blinkende LEDs das Store-Personal direkt zum gewünschten Standort eines Produktes führen und so die Vorbereitung von Online-Bestellungen beschleunigen. „Blinkende LEDs auf den digitalen Etiketten führen unsere Online-Kommissionier-Teams direkt zu den richtigen Artikeln“, erklärt Charlotte Rush, Senior Productivity Manager bei Morrisons.

Das Einzelhandels-Unternehmen hat zudem einen bedeutenden Meilenstein bei der Einführung erreicht und bekannt gegeben, dass nun 100 Stores mit digitalen Regaletiketten ausgestattet sind. Dies entspricht 20 Prozent des angekündigten Rollout-Programms und unterstreicht das Tempo, mit dem die Technologie im gesamten Netzwerk ausgebaut wird.

Tesco bereitet sich auf den verstärkten Einsatz von ESLs vor

Der britische Marktführer Tesco hat gerade einen mehrjährigen Vertrag mit Hanshow über die Lieferung elektronischer Regaletiketten abgeschlossen und unterstreicht damit sein Engagement für die digitale Transformation am Regal. Wie der Retail Optimiser erfuhr, wird Tesco die neue Produktreihe ‚Nebular Ultra‘ von Hanshow einsetzen, die der Anbieter auf der diesjährigen Euroshop in Düsseldorf erstmals in Europa vorgestellt hat. Mit dem Einsatz dieser neuen Plattform legt Tesco zudem den Grundstein für ein präzises Tracking von Produkten und die weitere Digitalisierung seiner Stores.

Da sich die größten Lebensmittel-Einzelhandels-Unternehmen zunehmend auf die Digitalisierung ihrer physischen Stores konzentrieren, werden Wettbewerber sowohl im Food- als auch im Non-Food-Bereich unter zunehmenden Druck geraten, sich zu modernisieren – oder zu riskieren, bei der betrieblichen Effizienz ins Hintertreffen zu geraten.

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Gildas Aïtamer

Gildas Aïtamer hat in den letzten zehn Jahren bei verschiedenen Beratungsunternehmen die europäische Einzelhandelsbranche analysiert. Seine Expertise liegt in der Sammlung und Analyse von qualitativen und quantitativen Daten, um umsetzbare Erkenntnisse zu ermitteln. Seine unabhängige Perspektive auf laufende Trends, sein Wissen und seine Einschätzung von Marktchancen machten ihn zu einem geschätzten Berater für Unternehmen der Finanz- und FMCG-Branche, die sich über die Entwicklungen im Lebensmitteleinzelhandel auf dem Laufenden halten möchten.

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