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Delhaize optimiert Prognosen mit KI von Symphony AI

Delhaize hat mit der Umstellung seiner automatischen Disposition auf KI-gestützte Bedarfsprognosen und Nachschuboptimierung von Symphony AI Warenengpässe und Warenverluste deutlich reduziert. In den angeschlossenen Vertriebsstätten habe sich die Prognosegenauigkeit des zur Ahold Delhaize Group gehörenden Retailers durchschnittlich um fünf Prozentpunkte und an stark saisonabhängigen Standorten um bis zu zehn Prozentpunkten verbessert.

Das belgische Handelsunternehmen setzt bereits seit 2009 auf die Dispositions-Software von Symphony AI, die damals zum Unternehmen Aldata gehörte. Delhaize nutzt die Lösung schon seit längerem zur Disposition von fünf Verteilzentren und rund 600 Vertriebsstätten in Belgien. Die jetzt bekanntgegebenen Erfolge beziehen sich auf die Umstellung auf die neuen KI-basierten Prognosemodelle von Symphony AI.

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Die Software prognostiziert den Bedarf auf der Ebene einzelner Artikel, Verkaufstage und Standorte. Daraus erstellt das System Bestellvorschläge für Märkte und Verteilzentren. Routinemäßige Aufträge kann die Lösung automatisch ausführen, während sie Bestellungen mit erhöhtem Risiko den zuständigen Mitarbeitern zur Prüfung vorlegt.

Saison, Aktionen und Wetter fließen ein

Für die Prognosen wertet Symphony AI unter anderem historische Abverkäufe, Aktionen, saisonale Entwicklungen, Wochentage und Wetterdaten aus. Dabei berücksichtigt die Software unter anderem Lieferkalender, Vorlaufzeiten, verfügbare Bestände, Transportkapazitäten und Vorbestellungen für Aktionen.

 „Wir können das Bestandsrisiko nicht an unsere Partner weiterreichen. Unsere Prognosen müssen stimmen, sonst trägt unser Verteilzentrum die Kosten“, sagt Géraldine Durant, Supply Chain Replenishment and Master Data Director bei Delhaize.  Die Ergebnisse im Logistiknetz und in den angeschlossenen Märkten hätten die Entscheidung für die KI-basierten Modelle bestätigt.

In SAP Retail integriert

Delhaize hat die Anwendungen in sein heutiges Warenwirtschaftssystem SAP Retail integriert. Gerade bei Frischeprodukten soll die Software von Symphony AI Überbestände und Fehlmengen besser ausbalancieren. Delhaize kann dadurch die Warenverfügbarkeit erhöhen, ohne unnötig große Bestände aufzubauen.

Die Umstellung auf eine ausnahmebasierte Auftragsprüfung hat die Produktivität der Nachschubteams bei Delhaize erheblich gesteigert, sodass sich die Fachkräfte nun auf kritische Warnmeldungen und wertschöpfendere Tätigkeiten konzentrieren können, anstatt jeden Auftragsvorschlag einzeln zu überprüfen. Heute werden etwa 20 Prozent der Bestellvorschläge aus den Distributionszentren ohne jegliches Eingreifen eines Benutzers automatisch genehmigt, wobei Delhaize eine automatische Genehmigungsquote von 50 Prozent anstrebt, sobald der Lieferantenstamm erweitert wird.

Manuelle Intervention ist kontinuierliche Ausnahme

Bei Bestellungen, die einer Überprüfung bedürfen, liegt die Änderungsquote bei etwa 10 Prozent in den Trockenwaren-Kategorien und bei 20 Prozent im Frischebereich – was eher die Qualität der KI-Vorschläge widerspiegelt als die Notwendigkeit manueller Korrekturen. Mit Unterstützung des Managed-Services-Teams von Symphony AI verbessert Delhaize die Prognosegenauigkeit weiterhin um 1,5 bis 2 Prozentpunkte pro Jahr.

Die technologische Grundlage der Zusammenarbeit ist deutlich älter als die heutige KI-Lösung. Bereits im August 2009 hat Delhaize Group die Software Gold von Aldata für Merchandising und Supply-Chain-Prozesse in den europäischen Landesgesellschaften ausgewählt. „Wir arbeiten seit mehr als 15 Jahren mit Symphony AI zusammen und haben uns mit Überzeugung für die KI-basierten Prognosemodelle entschieden“, sagt Géraldine Durant.

Einführung von Aldata Gold bereits in 2010

Im Februar 2010 hatte Delhaize Belgium Accenture mit der mehrjährigen Einführung der Plattform beauftragt. Der Systemintegrator hat Gold als durchgängige Lösung für die Supply Chain implementiert. Delhaize hat damit Transaktionen standardisiert, Lagerbestände besser steuerbar gemacht und die Kosten der Warenhaltung gesenkt.

Aldata und der Analysespezialist EYC wurden von den Investoren Symphony 2012 zu Symphony EYC zusammengeschlossen. Im Januar 2018 ist daraus der Anbieter Symphony RetailAI entstanden. Die frühere Gold-Sparte hat dabei das Geschäft mit Handelsprozessen, Supply-Chain-Planung und Nachschubsteuerung eingebracht.

 

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Björn Weber

Björn Weber ist seit über 20 Jahren als Journalist, Analyst und Berater auf den Einzelhandel und die Konsumgüterindustrie spezialisiert. Bevor er die Agentur Fourspot gründete, bei der The Retail Optimiser erscheint, leitete er die internationale Analysten-Gruppe LZ Retailytics. Zuvor war er Research Director Retail Technology und Deutschlandchef von Planet Retail. Björn Weber war davor acht Jahre lang Redakteur für IT & Logistik-Themen der Lebensmittel Zeitung. Björn Weber ist Mitglied der Jury des Retail Technology Awards (Reta Europe) des EHIs. Er ist regelmäßiger Sprecher auf Veranstaltungen des EHIs, der NRF, der Branchenmedien sowie des Consumer Goods Forums.

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