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Back-Factory beschleunigt Checkout mit Walkout Technologies und Pan Oston

Der Betreiber von Selbstbedienungs-Bäckereien Back-Factory testet in einer Bremer Filiale den Einsatz von Bilderkennung und künstlicher Intelligenz zur Erfassung der Ware, berichtet die Lebensmittel Zeitung. Die Hardware lieferte der niederländische Hersteller von Kassentischen und Kiosk-Systemen Pan Oston. Die in der Digital Convenience Group verbundenen Unternehmen Smoothr (Sterlix GmbH) und Walkout Technologies entwickelten die Bestell- und Bezahl-Software sowie die KI-basierten Sensor- und Kamerasysteme.

Die SB-Terminals arbeiten ohne Barcode. Der Kunde muss lediglich sein Tablett in den dafür vorgesehen Bereich platzieren. Drei eingebaute Computer Vision Kameras erkennen in wenigen Sekunden die ausgewählten Produkte. Das Sortiment umfasst derzeit 180 teils handgefertigte Artikel. Die Erkennungsrate soll bereits 98% betragen. Der Convenience-Food-Filialist plant vier weitere Backshops mit der Technologie auszustatten.

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KI erkennt auch den Brötchen-Belag

Die Bilderkennung nutzt Machine Learning, um immer besser sichere Entscheidungen aus den Bilddaten ableiten zu können. Sean Berisha, Gründer und Geschäftsführer von Walkout Technologies und der Schwesterfirma Sterlix, erläuterte der Lebensmittel Zeitung wie die Technologie für Back-Factory eingerichtet wurde. Die Entwicklung des Systems begann Anfang April dieses Jahres. Nach Fertigstellung wurde es zunächst an drei Tagen mit jeweils 60 Artikeln trainiert. Als die zwei SB-Terminals im Juli in Bremen aufgestellt wurden, erkannten diese bereits 89 Prozent der unverpackten Back-Snacks. Bis Anfang September hatte die Software aus der Korrektur von Fehl-Zuordnungen bereits die heutige Erkennungsrate von 98 Prozent erreicht.

Die hohe Genauigkeit der Produkterkennung ist besonders bemerkenswert, weil die handwerklich hergestellten Teigwaren immer wieder leichte Unterschiede aufweisen. Die Form kann abweichen und das Backwerk mal heller oder dunkler ausgebacken sein. Auch den Belag der angebotenen Brötchen kann die Technologie zuverlässig unterscheiden. Dies, obwohl die Kameras nur die überstehenden Teile des Belags erfassen kann. Eine Einschränkung gilt es allerdings zu beachten. Der Kunde kann pro Tablet maximal zehn Snack-Artikel auswählen, die nebeneinander angeordnet werden müssen.

Das Video zeigt die Erfassung der Waren und den Zahlprozess am SB-Terminal von Pan Oston in der Bremer Back-Factory Filiale (Video: Smoothr)

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Joachim Pinhammer

Joachim Pinhammer unterstützt als Retail Experte Handels- und Technologie-Unternehmen durch Beratung und Marketing-Expertise. Er war als Senior Analyst und Director Retail Technology bei der Analysten-Gruppe Planet Retail tätig. Davor war er als Director Marketing der Wincor Nixdorf AG (heute Diebold Nixdorf) verantwortlich für den internationalen Marketingauftritt der Retail Division des Unternehmens. Joachim Pinhammer ist regelmäßiger Sprecher auf Veranstaltungen der Messe Düsseldorf (EuroShop und EuroCIS), des EHIs und anderen Branchen-Events. Er veröffentlicht Fachbeiträge in Magazinen und Online-Foren der Branche.

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