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Deichmann vernetzt Filialen weltweit mit Telefónica

Der Schuheinzelhandels-Filialist Deichmann rollt mit dem spanischen Telekommunikations-Unternehmen Telefónica eine einheitliche Netzwerk-Infrastruktur aus. Innerhalb eines Jahres will das Unternehmen 4.000 Filialen weltweit mit Software Defined Wide Area Network (SD-WAN) Technologie ausstatten. So sollen die Verkaufsstätten zuverlässig und schnell mit einheitlichen digitalen Anwendungen versorgt werden. Das erklären die Vertragspartner im Podcast `So klingt Wirtschaft´ des Handelsblatts.

„Kunden denken nicht mehr in Kanälen, sie wechseln selbstverständlich zwischen online und stationär hin und her,“ beschreibt Oliver Hainke, Vice President IT-Infrastruktur bei Deichmann die Situation. Die Erwartungshaltung der Verbraucher sei es, den Schuh, den sie abends online gesehen hätten, am nächsten Morgen in der Filiale abholen zu können. Das klinge einfach, sei aber technisch sehr komplex.

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Die neue Netzwerk-Technologie soll eine Infrastruktur schaffen, die es ermöglicht, digitale Anwendungen einheitlich an alle Standorte standardisiert auszurollen und zentral zu steuern. Wesentliche Voraussetzung für den Omni-Channel-Betrieb sei robuste Konnektivität, Skalierbarkeit und Sicherheit, erklärt Cigdem Mareski, Head of B2B Technical Delivery bei Telefónica Deutschland und folgert: „Kein Netz bedeutet relativ schnell Umsatzverlust.”

Zentrale Steuerung orchestriert alle Standorte

SD-WAN-Architektur soll gegenüber dem klassischen MPLS-Netz (Multiprotocol Label Switching) höhere Flexibilität und bessere Steuerung zu geringeren Kosten bieten. MPLS benötigt spezielle Hardware und nutzt feste, vom Provider bereitgestellte Verbindungen. Dagegen kombiniert SD-WAN dynamisch verschiedene Verbindungsarten wie Internet, LTE/5G oder auch MPLS und verteilt den Verkehr softwaregesteuert nach Anwendung, Qualität und Kosten.

Die Technologie ermöglicht die Orchestrierung und Steuerung vieler Standorte aus einer Oberfläche. Telefónica verspricht mit ihrem sogenannten ‘Zero-Touch-Provisioning‘ Plug-and-Play-Eigenschaften ihrer Router. Nach dem Einschalten lädt sich das Gerät die vollständige Konfiguration von den Telefónica-Servern. Einstellungen verwaltet der Anbieter in der Cloud und verteilt diese über alle Standorte. Er gibt an, dass sich die Technik in einer Filiale, bei nur 30 Sekunden Ausfallzeit, in maximal 30 Minuten austauschen lasse. Neue SD-WAN-Geräte ließen sich ohne zusätzlichen Aufwand integrieren.

Deutsche Filialen bereits umgestellt

Deichmann arbeitet bereits seit Anfang 2025 mit dem Telekommunikationsanbieter zusammen. In einem ersten Schritt migrierte das Unternehmen, inklusive seiner VertriebslinieSnipes, rund 1.300 seiner Filialen in Deutschland zu Telefónica als Internet-Service-Provider. Mit dem aktuellen Projekt will der Retailer seine digitale Infrastruktur auch international vereinheitlichen.

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Joachim Pinhammer

Joachim Pinhammer unterstützt als Retail Experte Handels- und Technologie-Unternehmen durch Beratung und Marketing-Expertise. Er war als Senior Analyst und Director Retail Technology bei der Analysten-Gruppe Planet Retail tätig. Davor war er als Director Marketing der Wincor Nixdorf AG (heute Diebold Nixdorf) verantwortlich für den internationalen Marketingauftritt der Retail Division des Unternehmens. Joachim Pinhammer ist regelmäßiger Sprecher auf Veranstaltungen der Messe Düsseldorf (EuroShop und EuroCIS), des EHIs und anderen Branchen-Events. Er veröffentlicht Fachbeiträge in Magazinen und Online-Foren der Branche.

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