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Edekas Netto bringt Self-Scanning auf seine App

Mit Edekas Netto testet ein weiterer deutscher Discounter Self-Scanning mit dem Smartphone der Kunden. Dabei setzt das Team von IT-Geschäftsführer Claus Leitl ganz bewusst auf eine Eigenentwicklung, die vollständig in die Kunden-App von Netto integriert ist.

Unter dem Namen Scan&Go testet der Discounter aus Maxhütte-Haidhof die Lösung derzeit in zehn seiner rund 4300 Filialen in den Städten Erlangen, München, Nürnberg, Schweinfurt sowie Lappersdorf-Kareth, Maxhütte-Haidhof, Schwandorf und Weiden. Dies berichtet der stets gut informierte Peer Schader in seinem Supermarktblog. Schader hatte vor kurzem auch als erster berichtet, dass Rewe’s Penny seine Self-Scanning-Lösung in über 100 Filialen ausgerollt hat.

Die gleichnamige App Scan&Go im Apple App und Google Play Store, die es bereits seit über zwei Jahren gibt, gehört zum Discounter Netto der Salling Group und kann bislang nur in Dänemark eingesetzt werden. Mit der gleichnamigen Lösung des gleichnamigen Edeka-Discounters hat sie nichts zu tun.

Edeka’s Netto hat eine der besten Händler-Apps in Deutschland

Edeka’s Netto setzt dagegen ganz bewusst auf eine in seine bestehende App integrierte Self-Scanning Lösung. Das macht Sinn, denn Netto hat eine der ausgereiftesten Kunden-Apps aller deutschen Händler: Mit ihr können die Shopper auch über eine Händler-eigene Lösung mobil bezahlen, die Netto auf Basis der Technologie der GK Software-Tochter Valuephone  entwickelt hat.

Seit kurzem können Nutzer der Netto-App darüber hinaus sogar mit Paypal beim Discounter bezahlen. Auf die App hat Netto aber auch das Couponing der Deutschland Card, seine Aktionen, eine auch durch Scanning erstellbare Einkaufliste, elektronische Kassenbons und natürlich den obligatorischen Filialfinder vereint. Über das Scannen von QR-Codes auf Netto-Eigenmarken erhalten die Verbraucher darüber hinaus Zusatzinformationen zu den Produkten.

Smarte Lösung für Gewichtsware fehlt noch

Noch etwas umständlich ist beim Netto-Self-Scanning die Erfassung von Gewichtsware, berichtet Peer Schader: Zunächst muss der Kunde einen Barcode am Preisetikett erfassen, dann die Ware wiegen und das Gewicht manuell in die App eintragen.

Es wäre absolut wünschenswert, wenn die Waagen-Hersteller dem Einzelhandel hier Funk-Schnittstellen zur Verfügung stellen, durch die das mit der Selbstbedienungswage ermittelte Gewicht einfach in der Self-Scanning-App landet.

Edeka’s Netto zwingt die Nutzer der Self-Scanning-App nicht dazu, bargeldlos zu bezahlen. Die Kunden können entweder direkt innerhalb der App bezahlen oder aber auch an einer traditionellen Kasse.

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Björn Weber

Björn Weber ist seit über 20 Jahren als Journalist, Analyst und Berater auf den Einzelhandel und die Konsumgüterindustrie spezialisiert. Bevor er die Agentur Fourspot gründete, bei der The Retail Optimiser erscheint, leitete er die internationale Analysten-Gruppe LZ Retailytics. Zuvor war er Research Director Retail Technology und Deutschlandchef von Planet Retail. Björn Weber war davor acht Jahre lang Redakteur für IT & Logistik-Themen der Lebensmittel Zeitung. Björn Weber ist Mitglied der Jury des Retail Technology Awards (Reta Europe) des EHIs. Er ist regelmäßiger Sprecher auf Veranstaltungen des EHIs, der NRF, der Branchenmedien sowie des Consumer Goods Forums.

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