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Lidl modernisiert Kassensoftware mit GK

Es ist das derzeit größtes Kassenprojekt in Europa: Lidl hat sich erneut für GK entschieden und wird die Plattform Cloud4Retail der Schönecker Spezialisten über die kommenden Jahre in allen 30 Ländern einführen. Die größte Vertriebslinie des europäischen Einzelhandels schafft damit die Voraussetzungen, die Kassen auch in der Cloud betreiben zu können und vereinfacht die Entwicklung neuer digitaler Prozesse wie dem Self-Scanning mit den Smartphones der Kunden.

Seit 23 Jahren werden die Kassen von Lidl mit der Software von GK gesteuert. Jetzt konnten sich die Schönecker bei der Ausschreibung der Kassenmodernisierung erneut durchsetzen und haben damit den mutmaßlich größten Software-Deal des europäischen Handelstechnologie-Marktes für sich gewinnen können. Der zur Schwarz Gruppe gehörende Discounter ist die mit Abstand größte Vertriebslinie des europäischen Einzelhandels und ist in mehr Ländern Europas vertreten als jedes andere Unternehmen des Lebensmittel-Handels.

GK wird die Umrüstung der Kassensoftware auf die offene Plattform Cloud4Retail bei Lidl über die kommenden Jahre eng begleiten. Das neue System ermöglicht die nahtlose Einbindung mobiler Services für die Kunden in den Filialen, eine enge Verzahnung mit digitalen Angeboten und den Einsatz moderner Cloud-Technologien. Lidl hat die Digitalisierung im Bereich der Filialen in den letzten Jahren massiv beschleunigt – vor allem durch die Einführung von Services rund um Lidl Plus, der App-basierten Kundenkarte. Der Discounter der Schwarz Gruppe plant auch, Self-Checkouts einzuführen, wie der Retail Optimiser berichtete.

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Neue digitale Services für Kunden

Die Schwarz Gruppe hat inzwischen wesentliche Bereiche ihrer IT aus den Vertriebslinien Lidl und Kaufland abgezogen und in der Schwarz IT gebündelt. Noch ist unklar, ob die Entscheidung für die neue Kassensoftware bei Lidl auch Einfluss auf die zukünftige POS Software von Kaufland haben wird oder nicht. Rocco Gehring, Geschäftsleiter Kundensysteme, Schwarz IT, erläutert die Entscheidung in einer Presseerklärung: „Die Schwarz Gruppe will auch in Zukunft den Maßstab bei der Digitalisierung des Einzelhandels setzen und ihren Kunden auf allen Kanälen innovative Services bieten. Dafür haben wir Technologiepartner gesucht, deren Lösungen modernsten Standards entsprechen. GK ist ein langjähriger Partner, mit dem wir auch gemeinsame Aktivitäten für den modernen Cloudbetrieb mit STACKIT und die IT-Sicherheit mit XM Cyber anstreben.“

Auch Lidl-Wettbewerber Aldi Nord modernisiert seine Kassensoftware derzeit mit GK und setzt auf eine klare Cloud-first Strategie für alle neuen Anwendungen. Auch der zur Edeka-Gruppe gehörende Discounter Netto arbeitet mit GK an den Kassen. Zu den Kunden von GK zählen auch Coop (Schweiz), die Edeka Gruppe, Grupo Kuo, Hornbach, HyVee und Migros.

 

 

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Björn Weber

Björn Weber ist seit über 20 Jahren als Journalist, Analyst und Berater auf den Einzelhandel und die Konsumgüterindustrie spezialisiert. Bevor er die Agentur Fourspot gründete, bei der The Retail Optimiser erscheint, leitete er die internationale Analysten-Gruppe LZ Retailytics. Zuvor war er Research Director Retail Technology und Deutschlandchef von Planet Retail. Björn Weber war davor acht Jahre lang Redakteur für IT & Logistik-Themen der Lebensmittel Zeitung. Björn Weber ist Mitglied der Jury des Retail Technology Awards (Reta Europe) des EHIs. Er ist regelmäßiger Sprecher auf Veranstaltungen des EHIs, der NRF, der Branchenmedien sowie des Consumer Goods Forums.

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