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McEwan ermöglicht virtuelles Einkaufen mit 3D-Technologie

In Toronto können Online-Kunden erstmals Lebensmittel virtuell so auswählen wie in einem realen Store. Der kanadische Star-Koch Mark McEwan hat seinen Flagship-Store in Toronto mit 3D Technologie von Matterport virtuell nachgebaut. Über ein Portal des lokalen Lieferdienstes Inabuggy können Kunden durch die Regale navigieren, Produkte näher betrachten und in den Warenkorb legen. Der Einkauf wird dann von Mitarbeitern des Lieferdienstes zur Abholung zusammengestellt oder am nächsten Tag nach Hause geliefert.

Das Online-Sortiment pflegt der Händler selbst. Kunden finden die Artikel an gleicher Stelle wie im physischen Laden. Über die Inabuggy App oder das Online Portal steuert der Kunde via Maus oder Touchscreen seinen Weg durch die Regale. Er kann die Auslagen durch Heranzoomen näher betrachten und per Click eine Warengruppe oder einzelne Artikel auswählen. So erhält er alle wichtigen Produktinformationen sowie den Preis und kann die Ware anschließend in den Einkaufskorb legen.

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Ein authentisches Einkaufserlebnis auch online

Auf diese Weise entspricht der Online Einkauf mehr dem realen Vorgang. Die Produktsuche wird intuitiver und Impulskäufe gefördert. Auch im Lebensmittelhandel wächst derzeit der Anteil des Online Geschäfts. Lokale Händler müssen sich gegen mächtige Player wie Amazon behaupten. Die 3D Technik kann dabei helfen, ihren Kunden ein authentisches Einkaufserlebnis zu bieten.

Der britische Händler Tesco hatte bereits Anfang des vergangenen Jahrzehnts einen virtuellen 3D Store pilotiert. Die Technik war allerdings zu dem Zeitpunkt noch nicht voll ausgereift. Deshalb hatte Tesco das Konzept zunächst nicht weiterverfolgt. Inzwischen hat sich die Technik weiterentwickelt. Beispielsweise im Online Möbelhandel sieht man vergleichbare Ansätze. Virtual Reality wird in Zukunft eine weit größere Rolle im Handel spielen – online wie offline.

Das Beispiel von McEwan Fine Foods zeigt, dass der Einsatz innovativer Technologien nicht nur den großen Unternehmen vorbehalten ist. Für die Budgets kleinerer Händler waren solche Lösungen früher oft nicht erreichbar. Inzwischen stellen Anbieter immer mehr kostengünstige Lösungen zur Verfügung. So können auch lokale Einzelhändler ihre Ideen umsetzen und sich von Wettbewerbern abheben.

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Joachim Pinhammer

Joachim Pinhammer unterstützt als Retail Experte Handels- und Technologie-Unternehmen durch Beratung und Marketing-Expertise. Er war als Senior Analyst und Director Retail Technology bei der Analysten-Gruppe Planet Retail tätig. Davor war er als Director Marketing der Wincor Nixdorf AG (heute Diebold Nixdorf) verantwortlich für den internationalen Marketingauftritt der Retail Division des Unternehmens. Joachim Pinhammer ist regelmäßiger Sprecher auf Veranstaltungen der Messe Düsseldorf (EuroShop und EuroCIS), des EHIs und anderen Branchen-Events. Er veröffentlicht Fachbeiträge in Magazinen und Online-Foren der Branche.

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