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Vertiseit übernimmt Scala vom kriselnden Stratacache-Konzern

Die schwedische Unternehmensgruppe Vertiseit hat den Digital Signage-Spezialisten Scala übernommen. Scala war bis vor kurzem Teil des US Retail Media-Konzerns Stratacache. Dessen britische Töchter Stratacache UK und PRN UK befinden sich seit Anfang dieses Monats in einem Insolvenz- und Liquidationsverfahren. Darüber hinaus bestehen deutliche Anzeichen für eine breite finanzielle Schieflage der Stratacache Gruppe. Der Retail Optimiser berichtete.

Für Scala und seine Kunden bedeutet dies, dass sie die möglichen Folgen der Krise des US-Konzerns nicht weiter betreffen. Dieser erhält für die Transaktion rund 265 Schwedische Kronen (24,5 Millionen Euro). Vertiseit finanziert den Kauf durch Erweiterung ihrer Kreditlinie bei der Nordea Bank sowie den Erlös aus einer gezielten Aktien-Emission.

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Mit der Akquisition will die Vertiseit-Gruppe ihre globale Position im Digital Signage und In-Store Experience Management (IXM)-Segment stärken und ihr internationales Partner-Netzwerk deutlich erweitern. Die Gruppe verspricht sich zusätzliche jährlich wiederkehrende Umsätze von etwa 85 Millionen Schwedischen Kronen (knapp acht Millionen Euro). Weiterhin soll Scala einen positiven Beitrag zur Profitabilität der Gruppe leisten. Dieser soll nach den erwarteten Synergie-Effekten dem langfristigen EBITDA-Ziel der Gruppe in Höhe von 35 Prozent entsprechen.

Scala wird Teil von Dise

Vertiseit wurde im Jahr 2008 gegründet und ist seit 2019 an der Stockholmer Börse gelistet. Das Unternehmen sieht sich als eine führende europäische Plattform für digitale In-Store-Lösungen. Über die Tochtergesellschaften Visual Art, Grassfish und Dise bietet das Unternehmen SaaS-Lösungen für In-store Experience Management sowie Beratungsleistungen an. Abnehmer sind internationale Marken und Händler, die in ihren Vertriebsstätten digitale Touchpoints nutzen, um analoge und digitale Kundenerlebnisse zu verbinden. Im Handel zählen Marks & Spencer sowie die Spar Schweiz zu den Kunden.

Nach vollendeter Akquisition wird Scala als das strategische Software-Angebot innerhalb der Vertiseit Tochter Dise weitergeführt und soll deren globales Partner-Netzwerk erweitern. Dise-CEO Sebastian Kryh erklärt: „Scala hat über mehrere Jahrzehnte hinweg eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Digital-Signage-Branche gespielt. Dise beabsichtigt, den Wandel von Scala hin zu einem modernen, SaaS-basierten und geräteunabhängigen Software-Angebot zu beschleunigen, das vollständig auf eine partnerorientierte Marktstrategie abgestimmt ist.“

 

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Joachim Pinhammer

Joachim Pinhammer unterstützt als Retail Experte Handels- und Technologie-Unternehmen durch Beratung und Marketing-Expertise. Er war als Senior Analyst und Director Retail Technology bei der Analysten-Gruppe Planet Retail tätig. Davor war er als Director Marketing der Wincor Nixdorf AG (heute Diebold Nixdorf) verantwortlich für den internationalen Marketingauftritt der Retail Division des Unternehmens. Joachim Pinhammer ist regelmäßiger Sprecher auf Veranstaltungen der Messe Düsseldorf (EuroShop und EuroCIS), des EHIs und anderen Branchen-Events. Er veröffentlicht Fachbeiträge in Magazinen und Online-Foren der Branche.

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