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Aldi Nord testet Filiale ohne Kasse mit Trigo

Aldi Nord plant, Anfang 2022 in den Niederlanden einen kassenlosen Store zu eröffnen. Mit dem israelischen Spezialisten Trigo will der Discounter dort unter realen Bedingungen testen, wie mittels künstlicher Intelligenz (KI), Kameras und Regalsensoren der Kassierprozess automatisiert werden kann.

Der Lebensmittel-Discounter kündigt in einer Pressemittelung die Zusammenarbeit mit dem Bildverarbeitungs-Unternehmen Trigo Vision an. Ziel ist es, ein kassenloses Einkaufserlebnis für Shopper in einer Aldi Nord-Filiale in Utrecht zu testen. Für das Ein- und Auschecken in den 4.300 Quadratmeter großen Store müssen die Kunden dann lediglich den QR-Code einer Kunden-App scannen.

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Eine Vielzahl an der Decke montierte Kameras und Sensoren in den Regalböden, die mit der Technologie von Trigo verbunden sind, verfolgen und erfassen automatisch und in Echtzeit die Bewegungen der Kunden und die Produktauswahl im Geschäft. Auch wenn Produkte wieder ins Regal zurückgelegt werden, wird das automatisch vom Algorithmus registriert.  Shopper verlassen dann das Geschäft, ohne an der Kasse anhalten zu müssen.

Zahlungen und das Ausstellen von Kassenbons werden digital abgewickelt. Shopper verlassen nach dem Einkaufen einfach den Laden. Die über das Trigo System erfassten Artikel werden an die Kunden-App übermittelt und ein automatischer Bezahlvorgang ausgelöst.  Mithilfe der App verwalten Kunden auch ihre Einkaufs-Historien, beantragen notwendige Erstattungen oder geben Feedback zum Einkauf.

Test soll ein Jahr lang laufen

Der Test ist auf 12 Monate unter Realbedingungen in einer der rund 500 Filialen in den Niederlanden ausgerichtet, gibt Aldi Nord bekannt. Er soll zeigen, inwieweit der automatische Bezahlvorgang für Kunden und Mitarbeiter funktioniert. Dabei sei gerade die Innenstadtlage ein idealer Ort um das System bei hoher Kundenfrequenz zu testen, gibt das Unternehmen  bekannt. 

Trigo verwendet keine Gesichtserkennung, Augen- oder Fingerabdruckscans oder andere biometrische Identifikatoren. Stattdessen verfolgt die Computer-Vision-Technologie des israelischen Startups nur die Bewegungen der Kunden und Artikel im Geschäft. Da diese Daten anonymisiert werden, soll das System den Datenschutzanforderungen der Allgemeinen Datenschutzverordnung (GDPR) der Europäischen Union entsprechen.

Neben Aldi Nord testet auch die Rewe Group, Tesco und das israelische Handelsunternehmen Shufersal das Potenzial des Shoppens ohne Kassenschlange mit Trigo. Das Technologie Startup aus Tel Aviv positioniert sich zudem auch in Sachen Kostenpunkt selbstbewusst gegen die mächtige Konkurrenz aus den USA: Entgegen der Lösung von Amazon Go könne die Hardware auch in bestehende Verkaufsflächen installiert werden.

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Annette Böhm

Annette Böhm  ist seit über 20 Jahren auf die Entwicklung und Steuerung von Marketing-Kampagnen mit den Zielgruppen Einzelhandel und Konsumgüterindustrie spezialisiert. Die Lead-Generierung und Kundenbindung durch digitale Inbound-Marketing-Kampagnen ist ihr Spezialgebiet. Sie ist Expertin für Social-Media- und E-Mail-Marketing und beherrscht die einschlägigen CRM-Systeme und Marketing Automation Tools.

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