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Der Handel baut Self-Scanning massiv aus

Laut Prognosen des britischen Marktforschungs-Unternehmens Retail Banking Research (RBR) in ihrer Studie „Mobile Self-Scanning and Checkout-Free 2022“, wird das Scannen mit dem Smartphone oder händlereigenen Geräten bis 2027 weltweit in über 160.000 Stores möglich sein.

Bereits 2020 boten Handelsunternehmen ihren Kunden in mehr als 36.000 Stores an, ihre Artikel entweder mit ihrem eigenen Smartphone oder mit einem vom Händler bereitgestellten Gerät während des Einkaufs zu scannen. Im Jahr 2021 stieg die Anzahl der Stores mit diesem Service noch einmal um weitere 10.000 auf über 46.000 an.

Smartphone-Self-Scanning treibt das Wachstum

In Europa ermöglichen große, etablierte Handelsunternehmen ihren Kunden seit vielen Jahren mobile Self-Scanning-Lösungen in ihren Stores, beispielsweise in Großbritannien, Frankreich oder den Niederlanden. Zunehmend erweitern aber auch große Retailer in den USA oder kleinere Händler in anderen Teilen der Welt den Service für ihre Kunden mit Smartphone-Anwendungen. So wurde das Smartphone Self-Scanning im Jahr 2021 für Kunden nicht nur beim amerikanischen Händler 7-Eleven in fast 3.000 US-Stores möglich, sondern auch beim spanischen Kraftstoffhändler Repsol in 600 Tankstellen.

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“Wir erwarten, dass sich das mobile Self-Scanning stark ausbreiten wird, und zwar bei sehr vielen Handelsunternehmen und in neuen Regionen”, sagte Alex Maple, der Senior Research Analyst, der die Studie Mobile Self-Scanning und Checkout-Free 2022 von RBR leitete, in gegenüber dem Nachrichtendienst RetailDive. “Ob es sich um das Scannen von Artikeln mit einem Smartphone oder einem vom Handelsunternehmen zur Verfügung gestellten Handheld handelt, die Verringerung von Reibungen und die Verbesserung des Einkaufserlebnisses bleiben ein wichtiges Ziel.”

Auch der Markt für Self-Scanning mit händlereigenen Geräten wächst weiter. Dabei ist derzeit das US-amerikanische Unternehmen Zebra für mehr als 80 Prozent der Hardware-Installationen verantwortlich. Der Rest entfällt größtenteils auf das italienische Unternehmen Datalogic.

Händlereigene Entwicklung versus Standardsoftware

Einzelhändler entwickeln die Anwendungen für das Self-Scanning entweder selbst, arbeiten mit Spezialanbietern oder Instore-Technology-Allroundern zusammen. Im Bereich der Allrounder haben GK, NCR und Toshiba die meisten Installationen auf sich vereint. Unter den Spezialisten zählen laut RBR das niederländische Unternehmen Re-Vision, das 2022 von Extenda Retail übernommen wurde, der österreichische Lösungsanbieter Shopreme und das britische Unternehmen Mishipay zu den führenden Anbietern. Die Lösung von Budgetbox wird bei führenden französischen Lebensmittelhändlern eingesetzt. In den USA arbeitet das Unternehmen Skip mit einer Reihe von Supermärkten zusammen.

Dreimal so viel Stores mit Self-Scanning bis 2027

Lebensmittel-Handelsunternehmen werden in den gesättigten Märkten das mobile Self-Scanning auf immer mehr Stores ausweiten. Zunehmend wird diese Technologie aber auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen, beispielsweise in Tankstellen, Baumärkten, Haushaltswarenläden und Bekleidungshäusern, wie der Retail Optimiser bereits im Jahr 2021 berichtete.

Die zunehmende Verbreitung von Self-Scanning-Anwendungen für Smartphones, insbesondere in Nord- und Südamerika sowie in Asien, wird den Markt in den nächsten Jahren ankurbeln. Laut RBR wird die Zahl der Geschäfte, die mobiles Self-Scanning anbieten, bis 2027 weltweit verdreifachen und damit die Zahl von mehr als 160.000 übersteigen.

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Regina Wagner

Regina Wagner verfügt über mehrjährige Berufserfahrung im Einzelhandel und in Unternehmensberatungen. Nach ihrer Ausbildung als Einzelhandelskauffrau im Lebensmittel-Einzelhandel bei Tegut absolvierte sie parallel zu ihrer Tätigkeit in Führungsteams verschiedener Filialen des Unternehmens ein duales Studium zur Betriebswirtin mit der Fachrichtung Handel. Nach ihrer Tätigkeit bei Tegut arbeitete sie als Unternehmensberaterin an nationalen und internationalen Projekten bei Deloitte Consulting. Ihre Beratungsschwerpunkte waren Prozessoptimierung, Projektmanagement und Einkauf. Bei der Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen war Regina Wagner nach ihrer Zeit bei Deloitte im Bereich Marktforschung und Projektmanagement tätig. Durch ihre Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau verfügt Regina Wagner über fundierte Kenntnisse des Lebensmittel-Einzelhandels.

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