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Quick Commerce Anbieter fahren auf Relex ab

Nach Delivery Hero und Jokr hat sich jetzt auch Flink entschieden, seine Warenprozesse mit der Lösung des finnischen Spezialisten Relex zu verbessern. Der Lebensmittel-Schnell-Lieferdienst will seine Bestände und Regalflächen entlang des gesamten Warenflusses mit optimieren. Die Lösung wird bei Flink in Deutschland, Österreich, Frankreich und den Niederlanden sowie in den Verteilzentren eingeführt werden. Dabei sollen neben den vorhandenen Verkaufsdaten auch eine Vielzahl von Absatzfaktoren wie örtliche Wettervorhersagen und Kannibalisierungseffekte zwischen Produkten bei der Berechnung der optimalen Bestell- und Bestandsmengen berücksichtigen werden.

Anders als die etablierten Handelsunternehmen starten die neu gegründeten Quick-Commerce-Anbieter sowohl was Systeme als auch was Daten betrifft ohne nennenswerte Historie. Während es die Einführung moderner Optimierungslösungen einfacher macht, dass nur bedingt auf veraltete Bestandssysteme Rücksicht genommen werden muss, ist das Optimieren auf der Basis nur kurzer Verkaufshistorien im einem sehr volantilen und sich erst entwickelnden Markt eine echte Herausforderung.

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Umso beachtlicher ist der Erfolg von Relex, gleich drei der neuen Schnell-Lieferdienste mit jeweils gleich mehreren seiner Optimierungslösungen überzeugt zu haben. Er reiht sich in eine lange Serie von Entscheidungen etablierter Händler ein, die sich in teils langen Auswahlverfahren für Relex entschieden haben. So haben sich allein in diesem Jahr unter anderem Cora und Sephora in Frankreich, Mars&Spencer in UK, Bennet in Italien, Coles in Australien, Dia in Portugal, Drogeriemarkt Müller und Möbelspezialist Porta in Deutschland für Lösungen von Relex entschieden.   

Skalierbarkeit zählt

Bei Flink ersetzt die Lösung von Relex ein selbstentwickeltes System für Prognosen. Flink erkannte rasch, dass es auf eine stärkere Automatisierung und Standardisierung der Prozesse setzen muss, um effizient zu sein. Gegen andere Anbieter setzte sich Relex bei Flink durch wegen der großen Flexibilität und starken Skalierbarkeit seiner Lösung sowie wegen der vielen schnellen, erfolgreichen Implementierungen bei anderen Handelsunternehmen.

Relex automatisiert, zentralisiert und standardisiert nun Flinks Planungsprozesse entlang der gesamten Supply-Chain, von der Absatzprognose bis zur Disposition und mit besonderem Fokus auf Frischeprodukten. Dabei optimiert die Software auch die Regalfläche der „Hubs“ genannten Lager.

„Skalierbare, automatisierte Prozesse sind bei Flink das Maß aller Dinge“, berichtet Peter Bröcker, Vice President Supply Chain & Process Management bei Flink. „Hierbei unterstützt uns Relex mit größtmöglicher Flexibilität in der Planung und erhöht die Effizienz und Genauigkeit der Belieferung der Hubs. Das ist essenziell für unseren Erfolg im Quick Commerce. Mit Relex stellen wir sicher, dass wir unsere Ziele trotz unseres Wachstums erreichen und unseren Kunden hohe Verfügbarkeit garantieren.“

Delivery Hero setzt Relex international ein

Bereits im Mai dieses Jahres hatte sich mit Delivery Hero der größte Quick-Commerce-Anbieter für Relex entschieden. Die KI-gesteuerte Software für Prognosen und automatische Disposition unterstützt Delivery Hero zukünftig in den Regionen Asien-Pazifik, Lateinamerika, Europa und Nahost.

„Nachdem wir eine Markteinschätzung vorgenommen und verschiedene Anbieter miteinander verglichen hatten, wurden wir auf Relex’ Erfolgsbilanz mit ähnlichen Einzelhändlern im Lebensmittel-E-Commerce aufmerksam, und erkannten die Anpassbarkeit des Systems und dessen Fähigkeit, mit unserem raschen Wachstum Schritt zu halten“, erklärt Raffaele Alessandro Turturro, Global Supply Chain Director bei Delivery Hero.

Jokr plant auch Personalbedarf mit KI

Für gleich drei Planungsbereiche setzt ein dritter der rasch wachsenden Schnell-Lieferdienste auf Relex: Jokr hat sich ebenfalls vor kurzem dafür entschieden, die Lösungen für Absatzprognosen, Disposition, Flächenplanung und Workload-Prognostizierung des finnischen Spezialisten einzusetzen.  Durch das Workload-Tool will Jokr die Auslastung der Hub-Mitarbeiter und der Fahrer besser steuern und dank effizienterer Kommissionierung die für die Auslieferung benötigte Zeit weiter senken.

„Schnelligkeit ist entscheidend in unserem Marktsegment”, so Jens Kilimann, VP Global Supply Chain bei Jokr. „Als sehr junges und international wachsendes Unternehmen ist Jokr auf perfekte Planungsprozesse angewiesen. Von Relex versprechen wir uns eine deutliche Reduzierung des zentralen Planungsaufwandes und der Warenbestände. Gleichzeitig etabliert die Lösung effizientere Abläufe über alle Prozesse hinweg und unterstützt uns dabei, unseren Kunden stets die höchste Verfügbarkeit und die schnellste Auslieferung zu bieten.“

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Björn Weber

Björn Weber ist seit über 20 Jahren als Journalist, Analyst und Berater auf den Einzelhandel und die Konsumgüterindustrie spezialisiert. Bevor er die Agentur Fourspot gründete, bei der The Retail Optimiser erscheint, leitete er die internationale Analysten-Gruppe LZ Retailytics. Zuvor war er Research Director Retail Technology und Deutschlandchef von Planet Retail. Björn Weber war davor acht Jahre lang Redakteur für IT & Logistik-Themen der Lebensmittel Zeitung. Björn Weber ist Mitglied der Jury des Retail Technology Awards (Reta Europe) des EHIs. Er ist regelmäßiger Sprecher auf Veranstaltungen des EHIs, der NRF, der Branchenmedien sowie des Consumer Goods Forums.

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