Kaufland testet Hanshow’s Smart Cart Clip-on
Die Schwarz Gruppe testet seit vergangener Woche den Einsatz der ‚Smart Cart‘ Clip-on Geräte von Hanshow bei ihrem Großflächen-Discounter Kaufland in Deutschland. Die Devices des chinesischen Herstellers wurden zunächst in einer baden-württembergischen Kaufland-Filialen eingeführt: In Jettingen-Oberjettingen. Zudem soll eine Filiale im Rhein-Main-Gebiet die Geräte demächst ebenfalls bekommen, hat der Retail Optimiser von Mitarbeitern des Handels-Unternehmens erfahren.
Die Clip-on Geräte, die bestehende Einkaufswagen in Smartcarts verwandeln, sind in das K-Scan genannte Self-Scanning von Kaufland eingebunden. Sie sollen das Selbst-Erfassen der Ware mit den Zebra Handheld-Geräten nicht ersetzen, sondern für größere Einkäufe ergänzen. Voraussetzung für die Nutzung der Hanshow-Geräte ist ebenso wie beim bisherigen K-Scan die Registrierung mit der Kaufland Card Xtra oder der entsprechenden App. Kunden, welche die Lösung bei Kaufland nutzen, bezahlen ihren Einkauf am Self-Checkout.
Die Lösung von Hanshow verwandelt bestehende Einkaufswagen in smarte Trolleys. Auf einen Diebstahlschutz durch Gewichtskontrolle der in den Wagen gelegten Produkte muss die Lösung daher verzichten. Das Gerät ist mit zwei leistungsstarken Sensorkameras ausgestattet, die zur Überwachung des Scannens der von den Kunden ausgewählten Artikel auch in Echtzeit verwendet werden können. Beim Testkauf des Teams des Retail Optimisers in Jettingen reagierte der Smart Cart jedoch nicht auf Waren, die ungescannt in den Einkaufswagen gelegt wurden.
Software-Frontend von Schwarz IT und Hanshow
Die Software für das Benutzer-Frontend in dem Test bei Kaufland hat die Schwarz IT gemeinsam mit Hanshow entwickelt und mithilfe von Kauflands POS Software-Lieferanten Gebit in das bestehende Kassensystem eingebunden.
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Für Hanshow ist der Test bei Europas größter Lebensmittel-Handelsgruppe ein wichtiger Schritt. Denn auf dem Markt für Smartcarts mischen inzwischen neben KBST und Pentland Firth – den beiden erfahrenen Player mit großer Nähe zur Edeka-Gruppe – auch der Marktführer für Einkaufswagen Wanzl und sein Herausforderer Geck mit. Nicht zuletzt unternimmt auch der US-Konzern Instacart erhebliche Anstrengungen, seinen Caper Cart im europäischen Markt zu etablieren.
Viele Anbieter drängen auf den Markt
Auch der israelische Anbieter Shopic, A2Z Cust2Mate Solutions aus Kanada und Imagr aus Neuseeland haben bereits einige Installationen auf der Fläche des europäischen Handels. Der belgische Handelsprimus Colruyt setzt auf smarte Trolleys, die er selbst gemeinsam mit dem Kasseler Unternehmen Expresso entwickelt hat.
Rückenwind bekommt das Thema Smartcarts auch softwareseitig. So bieten Spezialisten wie Shopreme aus Österreich, aber auch viele etablierte POS Software-Lieferanten des Handels spezielle Lösungen für Frontend von Smartcarts an, welche sowohl Diebstahlschutz als auch Interaktion mit den Kunden und Retail Media auf den intelligenten Einkaufswagen geschickt umsetzen.
Hanshows Geräte auch bei Bartels-Langness
Der Test bei Kaufland ist nicht der erste Einsatz der ‚Smart Carts‘ von Hanshow in Deutschland: Seit November vergangenen Jahres testet das norddeutsche Handelsunternehmen Bartels-Langness in seinem Famila-Markt in Altenholz in der Nähe von Kiel diese Form von Smartcarts, bei denen die Kunden das System selbst auf herkömmliche Einkaufswagen aufstecken. Der Retail Optimiser berichtete.
Außerhalb von Europa ist der ‚Smart Cart‘ von Hanshow bereits seit längerem in Tests auf Vertriebsflächen des Handels im Einsatz. So hat der australische Einzelhandelsriese Woolworths die Lösung das System in einigen Filialen installiert. Der Retail Optimiser berichtete.



