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Erster Schweizer Teo läuft komplett auf GK

Migros testet seit Ende vergangener Woche das autonome Store-Konzept Teo, welches von Tegut entwickelt wurde, in Bürglen im Schweizer Kanton Thurgau. Dabei kommt anders als in den deutschen Teos von Tegut die einheitliche Kassensoftware-Plattform der Migros auf Basis der Lösung GK OmniPOS zum Einsatz, mit der auch das Self-Scanning und Self-Checkout der Handelsgruppe gesteuert wird. Der Retail Optimiser hatte hier ausführlich über die Einführung der neuen POS Software berichtet.

Kunden können ihre Ware eigenständig mit der Migros‘ subitoGo-App während des Einkaufs oder am Ende des Shopping-Trips am Self-Checkout-Terminal scannen und bezahlen. Der neue Store gehört zur Genossenschaft der Migros Ostschweiz. In zwei Wochen soll ein weiterer Pilotstore in der Sulzerallee in Winterthur Neuhegi im Kanton Zürich eröffnet werden.

Das Konzept für den autonomen Store wurde von Tegut unter dem Namen Teo entwickelt und bereits an über 20 Standorten in Deutschland ausgerollt. Tegut gehört seit Januar 2013 zur Migros Zürich.

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Scannen und Zahlen mit der App

Der Zugang zum Store ist rund um die Uhr mit Debit- oder Kreditkarte möglich. Alternativ kann auch der Cumulus-QR-Code für den Zutritt genutzt werden. Kunden scannen ihre Ware eigenständig mit der subitoGo-App während des Einkaufs oder am Ende des Einkaufs am Self-Checkout Terminal.

Migros hatte den Roll-out des Self-Scannings mit den Smartphones der Kunden in nahezu alle Lebensmittel-Filialen im Frühjahr dieses Jahres abgeschlossen.  „Mit subitoGo können unsere Kunden erstmals ihren Einkauf komplett auf ihrem Smartphone abschließen“, hatte Sebastian Kälin, Projektleiter der Migros Online dem Retail Optimiser anlässlich der Einführung der Self-Scanning-Funktion in der Migros App berichtet. „Wenn sie mobil bezahlen, müssen sie an kein Terminal und keine Kasse mehr und können die Filiale direkt verlassen.“ Auch ihren Kassenbon erhalten die Nutzer automatisch in digitaler Form. Alternativ kann bargeldlos mit Karte, Cumulus oder Twint bezahlt werden. Der gesamte Store ist video- und sensorüberwacht.

Auf einer Fläche von 50 Quadratmetern können Kunden aus einem Basissortiment von ungefähr 800 Artikeln auswählen. „Wir werden das Sortiment vor allem zu Beginn fortlaufend an die Kundenbedürfnisse anpassen“, sagte Samuel Bauert, Leiter Direktion Supermarkt Migros Ostschweiz in einer Pressemitteilung. Die Warenverräumung wird von zwei Mitarbeitern übernommen. Als zusätzlichen Service können Kunden eine Box zum Büchertauschen nutzen oder ihr Fahrrad an einer Reparaturstation instand setzen lassen.

Tests verschiedener autonomer Konzepte

Migros Teo ist nicht das einzige autonome Store-Konzept, welches die Migros-Gruppe in der Schweiz testet. Die Migros Aare pilotiert seit Februar 2021 autonome Stores unter dem Namen Voi Cube. Auf 18 Quadratmetern umfasst das Sortiment etwa 500 Artikel. Kunden benötigen für den Einkauf die Voi-Cube-App um sich zu registrieren und einen persönlichen QR-Code für den Zutritt zu bekommen. Der Kunde stellt seine Artikel im Laden selbst zusammen. Seinen Einkauf zahlt er nicht via App, sondern an den Self-Checkouts. Mit Hilfe eines Handsensors kann er die Schiebetür öffnen, um den Store zu verlassen. Es gibt derzeit Voi Cubes in Bern Marzili, Ostring und Ittigen.

Die Tochter des Migros-Verbundes für den Convenience Bereich Migrolino experimentiert mit einem ersten Verkaufsautomaten unter dem Namen Pick-me 24/7. Der Store ist neun Meter lang, sechs Meter breit und bietet in zwei Klimazonen rund 400 Produkte rund um die Uhr zum Verkauf an, die von zwei Robotern im Inneren zusammengestellt und an die Kunden ausgegeben werden. Nach einem Test in Dietikon im Kanton Zürich, der im Mai 2020 abgeschlossen wurde, hat in Adliswil an der Zürichstraße 11 im selben Kanton ein erster Pilotstore eröffnet. Kunden wählen dort ihre Produkte bequem per App oder vor Ort am Touchdisplay aus, ohne den Store zu betreten. Sie können bargeldlos oder mit Twint bezahlen, scannen danach ihren Abholschein und erhalten ihren Einkauf innerhalb von weniger als einer Minute.

Retail Optimiser Galerie:
Die autonomen Stores der Migros-Gruppe

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Regina Wagner

Regina Wagner verfügt über mehrjährige Berufserfahrung im Einzelhandel und in Unternehmensberatungen. Nach ihrer Ausbildung als Einzelhandelskauffrau im Lebensmittel-Einzelhandel bei Tegut absolvierte sie parallel zu ihrer Tätigkeit in Führungsteams verschiedener Filialen des Unternehmens ein duales Studium zur Betriebswirtin mit der Fachrichtung Handel. Nach ihrer Tätigkeit bei Tegut arbeitete sie als Unternehmensberaterin an nationalen und internationalen Projekten bei Deloitte Consulting. Ihre Beratungsschwerpunkte waren Prozessoptimierung, Projektmanagement und Einkauf. Bei der Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen war Regina Wagner nach ihrer Zeit bei Deloitte im Bereich Marktforschung und Projektmanagement tätig. Durch ihre Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau verfügt Regina Wagner über fundierte Kenntnisse des Lebensmittel-Einzelhandels.

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