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Tegut baut Self-Scanning neu mit Aracom und GK

In seinem neuen Convenience-Format Quartier pilotiert Tegut Self-Scanning in Verbindung mit stationären Self-Checkouts auf einer neuen technologischen Basis. Erstmals setzt Tegut dabei auf die Kassenlösung von GK, die das Fuldaer Handelsunternehmen derzeit Schritt für Schritt auch an den bedienten Kassen seiner Filialen einführt. In seinem unbemannten Vertriebsformat teo hat Tegut das Self-Scanning mit Snabble umgesetzt. Die Self-Scanning-App beider Vertriebslinien stammt von Aracom.   

Mit seinem neuen Format Tegut Quartier erprobt das Fuldaer Handelsunternehmen, Gastronomie und Lebensmitteleinzelhandel in einem neuen SB-Format miteinander zu verknüpfen. Das innovative Vertriebskonzept ist für High-Traffic-Locations gedacht, an denen die Kunden besonders effiziente Einkaufsprozesse erwarten.

„Ziel ist es, unseren Kunden den kleinen Einkauf hochwertiger Lebensmittel möglichst unkompliziert und zeitsparend zu ermöglichen“, sagte Maximilian Klußmann, Projektmanager für Tegut Quartier, im Gespräch mit dem Retail Optimiser. Tegut nutzt sein neues Format auch, um technologische Neuerungen auf der Fläche zu erproben. So testet Tegut in seinen Quartier-Filialen auch elektronische Regalpreisetiketten.

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Quartier als Vorreiter für neue Technologien

In den ersten drei Tegut-Quartier-Filialen, die man in der Fuldaer Bahnhofsstraße, der Neuen Mainzer Straße in Frankfurt am Main sowie im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens bewundern kann, testet Tegut einen neuen Ansatz für das Scannen und Bezahlen ohne Mitarbeiter. Erstmals kommt dort die neue Self-Scanning App Tegut Fluxx zum Einsatz.

Zusätzlich können die Kunden auch an Self-Checkouts ihre Einkäufe scannen und bargeldlos bezahlen. Mit der Fluxx-App gescannte Waren werden entweder an den bedienten Kassen oder ebenfalls an den Self-Checkout-Terminals bezahlt.

Auf den Self-Checkouts setzt Tegut erstmals Software von GK ein. Ebenso wird der Bon für das Self-Scanning mit dem Smartphone der Kunden durch die Kassensoftware von GK gerechnet. „Unser Ziel ist es, alle Kassen-Arten auf eine einheitliche Software-Grundlage zu bringen“, erklärt Maximilian Klußmann.

Die neue Fluxx App wurde ebenso wie bereits die teo App vom IT-Dienstleister Aracom entwickelt. Die Hardware der Self-Checkout-Terminals kommt von Diebold Nixdorf.

Kassen in der Cloud

Tegut führt derzeit an allen Kassen die neue Cloud-basierte Variante der Kassensoftware von GK ein. Damit zählt Tegut zu den ersten Handelsunternehmen weltweit, welches die GK Cloud4Retail einsetzt.

Der flotte Name Fluxx für das Self-Scanning bei Tegut ist nicht neu: Bereits 2014 hatte das Unternehmen Self-Scanning mit Motorola-Geräten in seiner Fuldaer Filiale Kaiserwiesen von Tegut eingeführt und jetzt für das Self-Scanning mit den Smartphones der Kunden neu belebt. Noch heute kann man in dieser einen Fuldaer Filiale mit Händler-eigenen Geräten selbst scannen. In Zukunft will Tegut jedoch nur noch das App-basierte Self-Scanning voranbringen.

Der Kunde muss die Fluxx App zunächst auf seinem Mobiltelefon installieren und dort ein Benutzerkonto eröffnen. Vor dem Einkauf in einer Quartier Filiale öffnet der Kunde die App und kann dann eigenständig die Artikel erfassen.

Noch kein Re-Scanning

Auch Convenience Produkte aus der Theke bekommen einen einheitlichen und scanbaren Code auf die Verpackung. Kauft der Kunde aber beispielsweise einen Kaffee am SB-Automaten, hat er zur Erfassung des Artikels verschiedene Möglichkeiten: Er kann das Produkt am Self-Checkout Terminal über eine Symboltaste seinem Einkauf hinzufügen oder an der bedienten Kasse durch eine Mitarbeiterin eingeben lassen.

Das Bezahlen innerhalb der Fluxx App ist derzeit nicht möglich. Stattdessen wird ein Barcode generiert, den der Kunde an einem SCO-Terminal einliest, um dort die Zahlung abzuschließen. An der bedienten Kasse wird der Code von einer Mitarbeiterin erfasst. Dort können die Kunden auch bar bezahlen.

Sind im Warenkorb Artikel mit Altersfreigabe, leuchtet ein Licht am SCO-Terminal. Die Kontrolle und Freigabe der Waren erfolgen durch einen Tegut Mitarbeiter. Einen speziellen Prozess zur Kontrolle von Warenkörben durch Mitarbeiter gegen Inventurdifferenzen hat Tegut in seinen Quartier-Märkten bisher noch nicht.

Die Self-Checkouts im neuen Vertriebsformat Tegut Quartier arbeiten mit der Software von GK. (Foto: Tegut)
Die Self-Checkouts im neuen Vertriebsformat Tegut Quartier arbeiten mit der Software von GK. (Foto: Tegut)

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Regina Wagner

Regina Wagner verfügt über mehrjährige Berufserfahrung im Einzelhandel und in Unternehmensberatungen. Nach ihrer Ausbildung als Einzelhandelskauffrau im Lebensmittel-Einzelhandel bei Tegut absolvierte sie parallel zu ihrer Tätigkeit in Führungsteams verschiedener Filialen des Unternehmens ein duales Studium zur Betriebswirtin mit der Fachrichtung Handel. Nach ihrer Tätigkeit bei Tegut arbeitete sie als Unternehmensberaterin an nationalen und internationalen Projekten bei Deloitte Consulting. Ihre Beratungsschwerpunkte waren Prozessoptimierung, Projektmanagement und Einkauf. Bei der Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen war Regina Wagner nach ihrer Zeit bei Deloitte im Bereich Marktforschung und Projektmanagement tätig. Durch ihre Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau verfügt Regina Wagner über fundierte Kenntnisse des Lebensmittel-Einzelhandels.

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